Saab-105-Flugzeuge können nicht mehr fliegen

Politik / 29.11.2019 • 22:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

wien Nächste Hiobsbotschaft für das Bundesheer. Wegen beschädigter Bolzen können die Saab-105-Flugzeuge nicht mehr abheben. Bis zur Behebung des Schadens, die Monate in Anspruch nimmt, werden die Eurofighter die Luftraumüberwachung übernehmen müssen. Das wird exorbitante Mehrkosten verursachen, kostet eine Eurofighter-Flugstunde doch das Zehnfache. Dazu droht im Extremfall sogar ein Ausfall der Flugüberwachung. Wenn der Eurofighter-Standort Zeltweg etwa aus Witterungsgründen ausfällt, kann gar nicht mehr geflogen werden. Bisher konnte man auf die Saab ausweichen, die in Linz-Hörsching stationiert sind.

Die Saab-105 müssen 2020 ausrangiert werden. Über ihre Nachfolge hätte längst entschieden werden müssen, die ehemalige türkis-blaue Regierung hat das aber verschleppt. Die Saab-105-Flieger werden bereits seit 1970 eingesetzt. Es gibt nur noch ein Dutzend in Verwendung befindliche Düsenflieger, die zu Trainingszwecken und als Unterstützung für den Eurofighter bei der Luftraumüberwachung verwendet werden. Zuletzt wurden 25 Prozent der Luftraumüberwachung mit Saab 105-Fliegern bestritten. Mit gut 30.000 Euro pro Flugstunde ist der Betrieb der Eurofighter um ein Vielfaches teurer als jener der Saab, die auf rund 3000 Euro pro Flugstunde kommen.