Hohe Chancenungleichheit

Politik / 03.12.2019 • 22:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Bildungsministerin Iris Rauskala stellte am Dienstag die PISA-Ergebnisse vor.APA
Bildungsministerin Iris Rauskala stellte am Dienstag die PISA-Ergebnisse vor.APA

Differenzen nach Bildungsgrad, Herkunft und Geschlecht.

Wien Keine Jubelbotschaft, aber auch kein Grund zur Sorge. Dieses Resümee zieht Bildungsministerin Iris Rauskala zu den Resultaten der Pisa-Studie. Weiterhin Handlungsbedarf sieht sie bei der Chancengerechtigkeit. So erreichen in allen drei Testbereichen Kinder von Akademikereltern rund 90 Punkte mehr als Schüler, deren Eltern maximal einen Pflichtschulabschluss haben. Das entspricht einem Leistungsunterschied von zwei Lernjahren.

Etwas geringer sind die Unterschiede zwischen einheimischen Kindern und Kindern von Migranten. Im Lesen schneiden Kinder ohne Migrationshintergrund um 63 Punkte besser ab.  Rechnet man die Leistungen von Kindern mit Migrantshintergrund aus den Ergebnissen heraus, würde Österreich aber nach wie vor im Mittelfeld landen.

Etwas Bewegung hat es bei den Geschlechterunterschieden in Österreich gegeben: Im Lesen stieg der Leistungsvorsprung der Mädchen (499 Punkte) gegenüber den Burschen (471) leicht an (OECD: 30 Punkte). In der Mathematik schafften die Burschen mit 505 Punkten 13 Punkte mehr als die Mädchen. Das ist in der OECD die drittgrößte Geschlechterdifferenz. In den Naturwissenschaften gibt es hingegen fast keinen Unterschied mehr.