Künftiger Job von grünem Ex-Klubchef sorgt für Debatte

Politik / 06.12.2019 • 19:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Einstiger Klubobmann Adi Gross (Grüne) erhält im Fachbereich Energie im Landhaus einen Job und soll nicht direkt Landesrat Johannes Rauch unterstellt sein. VN/LERCH

Grüner Ex-Klubobmann Adi Gross kehrt in den Vorarlberger Landesdienst zurück. Seine Rückkehr wird allerdings auch von Misstönen begleitet.

Bregenz, Dornbirn Adi Gross, früherer Klubchef der Grünen im Landtag, nutzt nach seiner politischen Tätigkeit im Land und einer halbjährigen gesundheitlichen ‚Regenerationszeit‘ sein Rückkehrrecht in den Landesdienst. Gross ist offenbar seit 1. November 2019 der Abteilung VIa und dort dem Fachbereich Energie und Klimaschutz mit Leiter Christian Vögel dienstzugeteilt und auch unterstellt. Weil es diese Stelle in der Form bislang nicht gab, musste sie offenbar für ihn neu geschaffen werden. Vor seinem politischen Engagement war Gross übrigens Leiter dieses Fachbereichs.

Büro (noch) im Energieinstitut Dornbirn

Der Lauteracher, der in diesen Tagen bekanntlich für die Grünen in den Bundesrat in Wien einzieht, hat sein Büro allerdings nicht im Landhaus in Bregenz, sondern im Energieinstitut in Dornbirn bezogen. Grund dafür sei angeblich der derzeitige Platzmangel im Landhaus. Allerdings arbeite der Grünen-Politiker nicht für das Energieinstitut, hieß es dort bei Geschäftsführer Josef Burtscher, der sich freilich verwundert gezeigt haben soll, einen neuen Mitarbeiter zu bekommen, dem er nichts zu sagen hat.

Interne Folie: „Gross ist LR Rauch unterstellt“

Die Wogen hochgehen ließ dann eine bekannt gewordene interne Folie. Darin heißt es, dass Gross möglicherweise in allererster Linie vorrangig für den grünen Landesrat Johannes Rauch arbeiten hätte solle: „A. Groß hat ab 1. Nov. Arbeitsplatz am Energieinstitut Vorarlberg. Ist dem Energieinstitut Vorarlberg dienstzugeteilt. Ist LR Rauch unterstellt, keine Aufgaben vom Energieinstitut Vorarlberg.“ Weil in der Folge die Rede von „Postenschacher“ war, schaltete sich LH Markus Wallner als oberster Personalchef im Landhaus in die Debatte ein. Inzwischen steht fest, dass Gross im Fachbereich Energie bei Christian Vögel einen Job bekommt. Ob Gross sein Büro in Dornbirn behalten wird können, steht hingegen noch nicht fest. Vögel zeichnet übrigens auch fürs Erarbeiten einer Stellenbeschreibung für das künftige Arbeitsfeld von Gross verantwortlich.