Die Arbeit geht den Kontrolleuren nicht aus

Politik / 12.12.2019 • 21:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Achtung, Kontrolle! Österreichweit müssen pro Jahr rund 200.000 Vignettensünder eine Ersatzmaut zahlen. Bei Autos sind das 120 Euro. VN
Achtung, Kontrolle! Österreichweit müssen pro Jahr rund 200.000 Vignettensünder eine Ersatzmaut zahlen. Bei Autos sind das 120 Euro. VN

Schwarzach Seit 22 Jahren muss in Österreich geklebt werden. Bei der Einführung am 1. Jänner 1997 brach zunächst das Chaos aus. Erst wurden zu wenige Vignetten gedruckt. „Die Jahresvignette ist ausverkauft, wahrscheinlich reicht auch der Vorrat an Wochenvignetten das verlängerte Wochenende nicht mehr“, teilte etwa die ÖAMTC-Servicestelle am Grenzübergang Hörbranz am 2. Jänner mit. Außerdem löste sich manche Vignette einfach von der Windschutzscheibe ab, weil die Produzenten den falschen Kleber erwischt hatten. Doch das System spielte sich rasch ein. Heutzutage sind laut Asfinag-Umfrage neun von zehn Autofahrern mit der Vignette zufrieden.

Das erste Pickerl war rot und für 550 Schilling (rund 40 Euro) zu haben. Die himmelblaue Ausgabe für 2020 kostet 91,10 Euro. Aktuell werden in Österreich rund 27 Millionen Stück pro Jahr verkauft. Über vier Millionen davon sind Jahres-, der Rest Zehn-Tages- und Zwei-Monats-Vignetten, rechnet Asfinag-Pressesprecher Alexander Holzedl vor. Wer ohne gültige Vignette erwischt wird, muss eine Ersatzmaut zahlen. Laut Holzedl hat es die Asfinag jährlich mit 200.000 Vignettensünder zu tun. „Man kann davon ausgehen, dass rund 99 Prozent der Verkehrsteilnehmer eine Vignette haben“, ergänzt er. In der Region Vorarlberg-Tirol sind 25 Kontrolleure im Einsatz. Wenn ab Sonntag die A14  zwischen Hörbranz und Hohenems mautfrei wird, verliert die Asfinag einige ihrer Stammkontrollplätze. Für die Kontrolleure ändere sich dadurch aber nicht viel, sagt René Tonini von der Mautaufsicht. „Wir haben sowieso im ganzen Land Kontrollplätze.“