Mautbefreiung ist in Kraft

Politik / 15.12.2019 • 22:29 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Auf der Autobahnauffahrt in Hohenems muss zukünftig nur noch in eine Fahrtrichtung eine Vignette vorhanden sein. VN/Stiplovsek
Auf der Autobahnauffahrt in Hohenems muss zukünftig nur noch in eine Fahrtrichtung eine Vignette vorhanden sein. VN/Stiplovsek

Tirols Landeshauptmann fordert im Zuge dessen ein Ende der Grenzkontrollen in Bayern.

Schwarzach Seit Sonntag sind fünf Abschnitte der österreichischen Autobahnen von der Vignettenpflicht befreit. Neben der Strecke von Hörbranz nach Hohenems sind es Abschnitte der Westautobahn A1 (Salzburg Nord), der Linzer Autobahn A26, der Mühlkreisautobahn A7 (noch zu bauende Bypassbrücke zwischen Ausfahrt Hafenstraße und Urfahr) und in Tirol der Abschnitt von der Staatsgrenze bis Kufstein-Süd. Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) pocht nun im Sinne einer Verkehrsentlastung auch auf das Ende der dortigen deutschen Grenzkontrollen. „Deutschland beziehungsweise Bayern müssen mit den Grenzkontrollen endlich aufhören“, forderte Platter am Donnerstag. Die Bevölkerung sei aufgrund der Kontrollen mit einer erheblichen Verkehrsbelastung konfrontiert, spielte der Landeshauptmann auf den Rückstau auf der Inntalautobahn an, der den Ausweichverkehr verstärke. Um den Verkehr auf die Autobahn zu lenken, wurde am Sonntag in Kufstein für zwei Stunden die Stadteinfahrt gesperrt.

Fahrverbote

Indes hat Tirol für die Zeit zwischen dem 21. Dezember und dem 12. April an mehreren Wochenenden und Feiertagen Fahrverbote für bestimmte Straßen angekündigt, um ein Ausweichen bei Staus auf der Autobahn zu verhindern, was für Verstimmung zwischen Bayern und Tirol sorgt. Weiterer Streitpunkt sind Blockabfertigungen für Lastwagen, die auf bayerischer Seite oft zu langen Staus führen. Während in Tirol die Mautbefreiung grundsätzlich befürwortet wird, gibt es in Vorarlberg große Diskussionen. Wie berichtet, möchten Hohenems, Lustenau und die Kummenberggemeinden das Gesetz vor den Verfassungsgerichtshof bringen. Bis Februar 2021 sollen die Auswirkungen evaluiert werden.