UNO-Klimagipfel in Madrid endet ohne konkrete Ergebnisse

Politik / 15.12.2019 • 13:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
UNO-Klimagipfel in Madrid endet ohne konkrete Ergebnisse
AFP

Nach harten und langen Verhandlungen ist die UN-Klimakonferenz in Madrid am Sonntag mit Minimalbeschlüssen zu einer Anhebung der Klimaschutz-Ambitionen und anderen Themen zu Ende gegangen. Die chilenische Umweltministerin und Konferenzvorsitzende Carolina Schmidt verkündete am frühen Nachmittag die Beschlüsse vor den Delegierten aus fast 200 Ländern.

Unter anderem wurde darin die Notwendigkeit anerkannt, dass alle Länder ihre nationalen Klimaschutzziele anheben. Die Hoffnung von Entwicklungsländern und Inselstaaten auf einen eigenen internationalen Fonds zur Bewältigung von bereits eintretenden klimabedingten Schäden und Verlusten erfüllte sich nicht. Die Idee einer Öffnung des bereits bestehenden Grünen Klimafonds, der Gelder für Klimaschutzmaßnahmen und für die Anpassung an die Erderwärmung bereitstellt, blieb in dem Beschlusstext vage.

Die endgültige Ausgestaltung von Artikel 6 des Pariser Abkommens gelang ebenfalls nicht. Damit bleibt das sogenannte Regelbuch zur Umsetzung des Paris-Abkommens weiter unvollständig. Alle anderen Kapitel waren vor einem Jahr bei der UN-Klimakonferenz in Kattowitz beschlossen worden. Die Artikel-6-Verhandlungen wurden damals aber auf die diesjährige Weltklimakonferenz vertagt und werden nun voraussichtlich auch die nächste UN-Klimakonferenz 2020 in Glasgow beschäftigen.

Von Österreichs NGOs kritisierte der WWF das Resultat als „politische Bankrotterklärung“, die Ergebnisse „werden dem weltweiten Klimanotstand in keiner Weise gerecht“, stellte Global 2000 fest. „Die Klimakonferenz der Schande endet mit einem völlig unzureichendem Minimalkompromiss“, lautete das Statement von Greenpeace.