Strache soll FPÖ-Kollegen bespitzelt haben

Politik / 19.12.2019 • 22:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Strache soll den Detektiv vor allem auf Gudenus (l.) angesetzt haben. Dieser ist nach Bekanntwerden des Ibiza-Videos gleich aus der Partei ausgetreten.APA
Strache soll den Detektiv vor allem auf Gudenus (l.) angesetzt haben. Dieser ist nach Bekanntwerden des Ibiza-Videos gleich aus der Partei ausgetreten.APA

Rechnung für Detektiv ging an die Partei. Strache dementiert.

Wien Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache soll seine früheren Kollegen Johann Gudenus und Dominik Nepp nach Bekanntwerden des Ibiza-Videos auf Parteikosten bespitzelt haben. Einem Bericht der „Kronen Zeitung“ zufolge glaubte Strache an eine freiheitliche Verschwörung gegen ihn. Strache bestreitet das. Allerdings wurden bei einer Hausdurchsuchung in seiner Klosterneuburger Villa schwarz-weiße Überwachungsfotos sichergestellt. Nepp erklärte, er habe Mitte September den Verdacht, ausspioniert zu werden, bei den Behörden gemeldet. Diese hätten eine „private Überwachungsaktion“, bestätigt. FPÖ-Chef Norbert Hofer behauptete, Strache hätte die Kosten für die Aktion über die Partei abgerechnet. Die Rechnung sei noch nicht bezahlt und werde an den Auftraggeber weitergeleitet. Strache selbst dementierte alles. Es habe von ihm keinen Auftrag an einen Detektiv gegeben. Die Herkunft der Überwachungsfotos erklärte er so: Engagierte Bürger hätten die Akteure der Ibiza Causa mit Hilfe von Privatdetekteien ausfindig machen und zur Aufklärung beitragen wollen.

„Es gab engagierte Bürger, die zur Aufklärung der Causa Ibiza beitragen wollten.“