Wirtschaftsforscher schreiben Reformbrief ans Christkind

Politik / 19.12.2019 • 22:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Badelt (l.) und Kocher richteten ihre Forderungen an die künftige Regierung.APA
Badelt (l.) und Kocher richteten ihre Forderungen an die künftige Regierung.APA

Wien Einen Reformbrief an das Christkind deponierten die Chefs von Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) und Institut für Höhere Studien (IHS) am Donnerstag an die künftige Regierung. Diese werde sich zu einer auch öko-orientierten Steuerstrukturreform durchringen müssen, erklärt Wifo-Chef Christoph Badelt. 

Der öffentliche Sektor müsse effizienter gestaltet und Spielräume für steuerliche Entlastung durch Ausgabenkürzungen geschaffen werden. Der Faktor Arbeit sei bisher nur zart entlastet worden, meinte Badelt, außerdem fehle eine ökologische Orientierung. 

Laut IHS-Chef Martin Kocher sollten bei der nächsten Steuerreform auch die mittleren Einkommen entlastet werden. Mittelfristig sollten Förderungen gesenkt und der Anstieg der Pensionskosten gedämpft werden. Badelt verwies dazu auf Erfordernisse für Klima, Bildung und Pflege. Maßnahmen dort hätten automatisch auch eine konjunkturstützende Funktion. Wie Badelt plädierte auch Kocher für eine Art der Bepreisung klimaschädlichen Verhaltens. Wesentlich sei die Lenkungswirkung, sagte Kocher: „Das sollte nicht als Einnahmenquelle gesehen werden.“ Nicht in Klimaschutz und Bildung zu investieren, „können wir uns nicht leisten“, fügte Badelt hinzu.