Grenzkontrollen kosteten über 300 Millionen Euro

Politik / 22.12.2019 • 22:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien Seit der Flüchtlingsbewegung 2015 wird an Österreichs Grenzen wieder kontrolliert. Billig ist das nicht. Wie Innenminister Wolfgang Peschorn auf eine SPÖ-Anfrage kundtat, belaufen sich die Kosten für das Innenministerium bis zum kommenden Frühling auf mehr als 130 Millionen, dazu kommen rund 170 Millionen Euro beim Bundesheer, wie eine Anfragebeantwortung des Verteidigungsministeriums im September zeigte. Die Zahl der Aufgegriffenen lag im vergangenen Jahr bei mehr als 1000.

Gehaltskosten nicht inkludiert

Exakt wurden von 16. September 2015 bis Jahresende knapp 130 Millionen Euro in den Grenzeinsatz gesteckt, bis Mai 2020 sollen noch einmal gut sieben Millionen Euro dazukommen. Mehr als 115 Millionen davon entfielen auf Überstunden. Der Rest betrifft den Sachaufwand, der wiederum im Wesentlichen Reisegebühren umfasst. Die normalen Gehaltskosten sind in die Aufstellung nicht inkludiert.

120 Schlepper gefasst

Von September des Vorjahres bis zum heurigen November wurden etwas mehr als 1000 Flüchtlinge aufgegriffen. Dazu kamen rund 120 Schlepper. Die mit Abstand meisten Aufgriffe von Flüchtlingen waren im Burgenland, bei den Schleppern waren die Einsätze in Kärnten am erfolgreichsten.