ÖBB-Ermäßigung erst ab 64 Jahren

Politik / 23.12.2019 • 22:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Korosec fordert eine Ermäßigung ab dem Pensionsantritt.APA
Korosec fordert eine Ermäßigung ab dem Pensionsantritt.APA

Seniorenbund kritisiert die steigende Altersgrenze.

Wien Die Altersgrenze für Seniorenermäßigungen bei öffentlichen Verkehrsmitteln steigt um ein Jahr. Ab 1. Jänner müssen Senioren 64 Jahre alt sein, um die Ermäßigungen in Anspruch nehmen zu können. Betroffen davon sind die ÖBB und die meisten Verkehrsverbünde. 

2014 wurde die Altersgrenze von 60 auf 61 Jahre angehoben. Seither findet alle zwei Jahre eine weitere Erhöhung der Altersgrenze um ein weiteres Jahr statt, mit 1. Jänner 2020 werden 64 Jahre erreicht, 2022 dann 65 Jahre. Hintergrund ist ein höchstgerichtliches Urteil, dass eine altersmäßige Differenzierung bei öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen Männern und Frauen nicht zulässig sei, obwohl das gesetzliche Pensionsalter für Frauen bei 60 und für Männer bei 65 Jahren liegt.

Die Präsidentin des ÖVP-Seniorenbundes, Ingrid Korosec, findet es ungerecht, dass Personen, die in Pension, aber noch nicht 64 Jahre alt sind, keine Ermäßigung bekommen, da sie in der Regel ein geringeres Einkommen haben als aktiv Erwerbstätige. Sie fordert, dass auch Pensionisten unter 64 die Ermäßigung in Anspruch nehmen können. Die Arbeiterkammer ruft Bund und Länder auf, die geplante Erhöhung des Antrittsalters auszusetzen. Mittelfristig soll die künftige Regierung die Seniorenermäßigung mit dem realen Pensionsantritt koppeln.