Nach 33 Jahren erstmals in Regierung

Politik / 29.12.2019 • 21:31 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wie lange die Parteien bisher an der Macht waren.

wien 33 Jahre nach ihrem ersten Einzug in den Nationalrat werden die Grünen erstmals im Bund zu Regierungsehren kommen. Die ÖVP war bis zur Einsetzung der Beamtenregierung im Juni schon fast so lange, 32 Jahre und vier Monate, durchgehend an der Macht. Hält Sebastian Kurz (ÖVP) diesmal fünf Jahre durch, nimmt die ÖVP der SPÖ 2024 den Titel der längst regierenden Partei der Zweiten Republik ab. Am 7. Mai 2024 kommt die ÖVP auf 22.301 Tage Regierungszugehörigkeit seit 1945 und die SPÖ steht aktuell bei 22.300. Das sind etwas mehr als 61 Jahre.

Die längste Zeit regierten die beiden Traditionsparteien zusammen: 44,3 Jahre lang war die Große Koalition am Ruder, von 1945 bis 1966 unter ÖVP-Kanzlern, von 1986 bis 2000 und von 2006 bis 2017 unter SPÖ-Kanzlern und ganz zu Beginn für 704 Tage zusammen mit der KPÖ als Konzentrationsregierung. Die zweit wichtigste Regierungsform der Zweiten Republik war die SPÖ-Alleinregierung mit 13 Jahren von 1970 bis 1983. Platz drei nimmt die Koalitionsvariante ein, die heuer an der Ibiza-Affäre scheiterte: ÖVP und Freiheitliche haben von Anfang 2000 bis Anfang 2007 (von 2005 bis 2007 BZÖ statt FPÖ) und von 2017 bis 2019 mittlerweile 8,4 Jahre zusammengearbeitet.