Schock nach Attentat in Mogadischu

Politik / 29.12.2019 • 22:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Fast 100 Menschen verloren ihr Leben, Dutzende Verletzte.

mogadischu Bei einem der verheerendsten Sprengstoffanschläge der vergangenen Monate sind am Wochenende in Somalias Hauptstadt Mogadischu knapp 100 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. 16 Verletzte werden ausgeflogen und in der Türkei behandelt, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag. Ein Ärzteteam helfe zudem vor Ort bei der Versorgung der zahlreichen Verletzten. Mit dem Militärtransporter, der am Sonntagmorgen in Mogadischu landete, würden auch die Leichen der zwei getöteten türkischen Staatsbürger in ihr Heimatland überführt.

Augenzeugen hatten von einem Bild der Verwüstung gesprochen, nachdem ein mit Sprengstoff beladener Lastwagen an einem Kontrollpunkt in einem belebten Stadtviertel in die Luft geflogen war. Obwohl es zunächst kein Bekennerschreiben gab, wird hinter dem Anschlag Al Shabaab vermutet. Die sunnitischen Fundamentalisten kämpfen in dem Land  seit Jahren um die Vorherrschaft. Weltweit gab es scharfe Verurteilungen der Sprengstoffattacke. UN-Generalsekretär António Guterres forderte dazu auf, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Auch der Papst verurteilte den Angriff. Er bete für die Todesopfer, die Verletzten und deren Familien, sagte Franziskus.