25 Jahre in der EU: 75 Prozent der Österreicher anti-„Öxit“

Politik / 31.12.2019 • 17:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

wien 25 Jahre nach dem Beitritt zur Europäischen Union sind laut einer Umfrage 75 Prozent der Erwachsenen-Bevölkerung dafür, dass Österreich Mitglied bleibt. Acht Prozent der Befragten sind für den Austritt, 17 Prozent wollten sich zu der Frage nicht äußern.

Die Einführung des Euro als gemeinsame Währung sehen rund um das Jubiläum 71 Prozent der Österreicher positiv (23 Prozent „sehr positiv“, 48 Prozent „eher positiv“). Knapp ein Viertel der Befragten outete sich als Euro-Kritiker (21 Prozent „eher negativ“, 3 Prozent „sehr negativ“). 5 Prozent machten hierzu keine Angaben.

Weniger Unterstützung gibt es dafür, dass Grenz- und Passkontrollen im Schengen-Raum weggefallen sind. Weniger als die Hälfte der Befragten – 46 Prozent äußerten sich dazu positiv (15 „sehr positiv“, 31 „eher positiv“). Das Lager der Kritiker summiert sich demgegenüber auf 49 Prozent: 33 Prozent sehen das behördlich ungeprüfte Reisen in andere EU-Länder „eher negativ“, 16 Prozent „sehr negativ“. Der Anteil der Umfrage-Teilnehmer, die hier nicht antworteten, lag bei 6 Prozent.

Zum Vergleich: 2014 vor der sogenannten Flüchtlingskrise 2015/16 waren 51 Prozent Schengen-Befürworter und 43 Schengen-Kritiker bzw. -Gegner. Das kontrollfreie Reisen gilt weithin als eine der für den Individualbürger greifbarsten Auswirkungen der EU und des europäischen Einigungsprojekts.

Nicht minder kontrovers innerhalb der österreichischen Bevölkerung ist die Erweiterung der Europäischen Union, die die Bundesregierungen seit dem EU-Beitritt am 1. Jänner grundsätzlich befürwortet haben. 43 Prozent gehören dem Erweiterungslager an (6 Prozent „sehr positiv“, 37 Prozent „eher positiv“). Die Gruppe der Erweiterungsmuffel umfasst 41 Prozent (34 Prozent „eher negativ“, 7 Prozent „sehr negativ“) bei 17 Prozent Enthaltungen.

Im Rahmen der Erhebungen befragte die Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft im Auftrag der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) Ende November/Anfang Dezember österreichweit 519 Personen. Die maximale Schwankungsbreite bei den Ergebnissen wurde mit circa plus/minus 4,3 Prozentpunkte angegeben.