Streit um Hacklerpension

Politik / 08.01.2020 • 22:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

ÖVP und Grüne denken laut über Korrektur nach.

Wien Wer 45 echte Beitragsjahre geleistet hat, soll ab 62 abschlagsfrei in Pension gehen können. Das haben SPÖ, FPÖ und ÖVP vor der Nationalratswahl beschlossen. Jetzt kündigt Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) an, die Maßnahme reparieren zu wollen:  „In dieser Form wird es nicht bleiben, weil die Regelung eine unfaire ist.“ Sein Vize Werner Kogler stimmt ihm am Mittwoch zu. Er will lieber einen Weg finden, um die ganz niedrigen Pensionen aufzubessern. Damit wäre in vielen Fällen besonders Frauen geholfen. Von der im Nationalrat beschlossenen Regel profitierten hingegen nur Männer: „Da sträubt sich was in mir.“

Sozialdemokraten und Freiheitliche reagieren verärgert. SPÖ-Mandatar Josef Muchitsch spricht von einer schweren Verunsicherung der Arbeitnehmer, Vorarlbergs FPÖ-Chef Christof Bitschi von einer Bestrafung der fleißig arbeitenden Vorarlberger. Neos-Mandatar Gerald Loacker ist erleichtert: Die Hacklerregelung hätte die problematische Finanzierung der Pension noch schwieriger gemacht.