Hoffnung auf Entspannung

Politik / 09.01.2020 • 22:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Iran-USA-Konflikt soll politisch fortgesetzt werden.

washington Nach den gezielten Militärschlägen zwischen den USA und dem Iran stehen die Zeichen vorerst auf Entspannung. „Wir sind bereit für ernsthafte Verhandlungen mit dem Iran ohne Vorbedingungen“, schrieb die amerikanische UN-Botschafterin Kelly Craft an den UN-Sicherheitsrat. Teheran betonte, man wolle die USA mit politischen Mitteln aus der Region vertreiben. Trotz der Entspannungssignale hält Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg die Lage weiter für unberechenbar. „Es ist in niemandes Interesse, einen neuen Konflikt zu haben“, sagte der Norweger am Donnerstag in Brüssel.

Die Lage am Persischen Golf war eskaliert, nachdem die USA den iranischen General Ghassem Soleimani Ende vergangener Woche in Bagdad gezielt getötet hatten. Der Iran hatte in der Nacht zum Mittwoch mit einem – angekündigten – Angriff auf zwei von den USA genutzte Militärbasen im Irak geantwortet. Danach hatten US-Präsident Donald Trump und Irans Staatschef Hassan Rohani angekündigt, den Konflikt zunächst auf politischer Ebene führen zu wollen. Rohani warnte aber: „Falls die Amerikaner einen weiteren Fehler begehen sollten, werden sie eine sehr gefährliche Antwort des Irans erhalten.“

Die Lage im Irak blieb angespannt: Am späten Mittwochabend schlugen in Bagdad erneut zwei Raketen des Typs Katjuscha ein. Solche Angriffe werden oft örtlichen Milizen zugeschrieben, von denen manche auch vom Iran unterstützt werden.