Europäer erhöhen im Atomstreit den Druck auf den Iran

Politik / 14.01.2020 • 22:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Schwerwasserreaktor nahe der iranischen Stadt Arak wird derzeit umgebaut. AP
Der Schwerwasserreaktor nahe der iranischen Stadt Arak wird derzeit umgebaut. AP

berlin Nach jüngsten Verstößen des Iran gegen das Atomabkommen erhöhen die Europäer den Druck auf Teheran. Deutschland, Frankreich und Großbritannien starteten am Dienstag den in dem Vertrag enthaltenen Streitschlichtungsmechanismus, der zur Wiedereinsetzung der UNO-Sanktionen gegen die Islamische Republik führen könnte. Die Außenminister der drei Länder machten jedoch deutlich, dass sie keine neuen Strafmaßnahmen, sondern vielmehr die Rettung der Vereinbarung anstrebten. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell forderte guten Willen von allen Seiten.

Die EU-Partner haben das Abkommen 2015 in Wien mit den USA, Russland, China und dem Iran ausgehandelt. Ziel ist, Teheran am Bau einer Atombombe zu hindern. Im Gegenzug für die Aufhebung von Wirtschaftssanktionen hatte sich das Land einer internationalen Kontrolle seiner Atomanlagen unterworfen. Seit dem einseitigen Ausstieg der USA zieht sich allerdings auch der Iran aus der Vereinbarung zurück.