Je weniger Kohle, desto weniger Geld

Politik / 15.01.2020 • 21:35 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Green Deal hat für Kommissionspräsidentin Von der Leyen Priorität.AFP
Der Green Deal hat für Kommissionspräsidentin Von der Leyen Priorität.AFP

Die meisten „Green-Deal-Millionen“ für Polen. Deutlich weniger für Österreich.

Brüssel Klimaneutralität ist für die EU-Kommission Ziel Nummer eins Mit ihrem Green Deal will sie einen gerechten Weg dorthin ebnen. Ein Übergangsfonds soll jene EU-Länder, die besonders von fossilen Energieträgern abhängig sind, bei der Klimawende unterstützen. 7,5 Milliarden Euro will die EU dafür aus dem eigenen Budget beisteuern. Unterm Strich sollen damit in den Jahren 2021 bis 2027 Investitionen von 100 Milliarden Euro ausgelöst werden.

Die Verteilung orientiert sich an Kriterien wie Treibhausgasemissionen von industriellen Anlagen, die Beschäftigungsrate in der Kohleförderung und das Pro-Kopf-Bruttonationalprodukt. Laut Politjournal „Politico“ würde die EU den höchsten Betrag, nämlich zwei Milliarden Euro, nach Polen schicken. Das Land produziert rund 80 Prozent des Stroms aus Kohle. Deutschland erhielte 877 Mill. und Rumänien 757 Mill. Auch Tschechien (581 Mill.), Bulgarien (458 Mill.) und Frankreich (402 Mill.) bekämen große Summen. Österreich erhielte mit 53 Mill. Euro deutlich weniger.