Michael Ritsch: „Bregenz braucht eine Wachablöse“

Politik / 15.01.2020 • 17:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
71 Kandidaten, zu 50 Prozent Frauen, zählt die Liste, mit der Michael Ritsch in den Gemeindewahlkampf ziehen wird. SP/BREGENZ

Bregenzer Sozialdemokraten wollen mit Michael Ritsch als Spitzenkandidat den Stuhl von VP-Langzeitbürgermeister Markus Linhart erobern. Ritsch versucht es mit einer offenen Liste zum vierten Mal.

Bregenz Die Partei steht zwar dahinter, auf den Werbesujets sucht man jedoch vergeblich nach den Sozialdemokraten: Michael Ritsch, Landtagsabgeordneter und Stadtrat in der Landeshauptstadt, zieht mit einer Liste mit 71 Kandidaten in die Gemeindewahl. Mit den Slogans „Michael Ritsch: Team Bregenz“ und „du & ich für bregenz“ will Ritsch bei der Gemeindewahl am 15. März 2020 nicht nur im Hinblick auf die Stärke im Rathaus zulegen. Zum vierten Mal steigt der Ex-Klubobmann der Vorarlberger SP auch in der Bürgermeister-Direktwahl gegen Markus Linhart (VP) in den Ring. „Der amtierende Bürgermeister hat 22 Jahre lang die Stadt geprägt. Objektiv ist in den letzten Jahren nur mehr wenig weitergegangen. Jetzt braucht die Stadt neue Impulse. Es ist Zeit für einen Wechsel“, lautet das Credo von Ritsch.

„Für uns zählen gute Ideen mehr als Parteigrenzen“

50 Prozent der Mitstreiter auf der Liste sind Frauen und 35 der Kandidaten engagieren sich erstmalig politisch. „Auf unserer Liste finden sich Menschen aus allen Stadtteilen, jeden Alters und mit unterschiedlichsten Lebensentwürfen, viele Parteilose und Menschen aus allen politischen Lagern“, ergänzt Ritsch bei der Präsentation seiner Liste im Festsaal des Gasthauses Hirschen in Bregenz. „Die Liste stellt ein Abbild dessen dar, was und wie Bregenz ist. Für uns zählen nämlich die guten Ideen und Lösungen mehr als Parteigrenzen.“ Vorschläge, was in Bregenz aus seiner Sicht in den nächsten zehn Jahren zu verbessern wäre, hat er genug. Ritsch listete von A bis Z zu jedem Buchstaben des Alphabets ein Thema auf, von Achsiedlung über Innenstadtwirtschaft, Hallenbad mit Seezugang oder Pipeline über das Seestadtareal bis hin zum Wohnen als „leistbarer Luxus für alle“. Wurde die SP im Erscheidungsbild bewusst ausgeklammert? Ritsch: „Es für jeden klar, dass Ritsch Sozialdemokrat ist. Mit dieser offenen Liste gehen wir ganz bewusst einen neuen Weg.“

Detail am Rande: Neben bekannten Gesichtern der Bregenzer Genossen wie Wilhelm Muzyczyn, der zu den ältesten Kandidaten zählt und hinter Yvonne Ritsch, der Ehefrau von Ritsch, am letzten Listenplatz aufscheint, engagieren sich auch junge Leute in der offenen Liste: Alexandra Seybal gilt mit gerade mal 19 Jahren als jüngste Mitstreiterin.

„Der amtierende Bürgermeister hat 22 Jahre die Stadt geprägt. Jetzt ist es Zeit für einen Wechsel.“

Michael Ritsch, Bürgermeisterkandidat