Hinter den Kulissen: Loacker verwirft Parteibuch

Politik / 19.01.2020 • 12:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Norbert Loacker (l.) und Landesparteichef Martin Staudinger lagen sich bereits mehrfach in den Haaren, wissen gut informierte Genossen zu erzählen. VN

Politik, Personen und Parteien: Die VN beleuchten in ihrer wöchentlichen Rubrik Hintergründe.

Urgestein trat aus Er galt als Urgestein unter den Vorarlberger Genossen und über viele Jahre als streitbarer Gewerkschafter. Jetzt hat er die Nase gestrichen voll von der Partei und hat sein Parteibuch in den Papierkorb geworfen: Norbert Loacker (67) hat am 14. Jänner seine Mitgliedschaft bei den Sozialdemokraten an den Nagel gehängt. Als Grund dafür führt Loacker in seinem Schreiben an die Landespartei zwar „Unzufriedenheit mit der Bundespartei“, sprich mit Parteichefin Pamela Rendi-Wagner (48, SP) an. Unter den Genossen im Land ist jedoch vielfach die Rede davon, dass für den Absprung wohl ständige Querelen mit Landesparteichef Martin Staudinger (40, SP) der Hauptgrund sein dürften. Wie dem auch sei: Jetzt will sich Loacker offenbar als Parteifreier auf der SP-Liste in seiner Heimatgemeinde Götzis politisch engagieren und kandidieren. Ortsparteichef Christian Vögel (44, SP) soll bereits eine Zusage Loackers in der Tasche haben. Stichwort Götzis und Kandidatur: Vögel soll auch abtrünnige Freiheitliche wie Ex-Bundesrat Christoph Längle (40) und dessen Lebensgefährtin Kornelia Ender (53) dazu überreden, bei der Gemeindewahl auf seiner Liste mitzumachen.