Raketenangriff tötet mehr als 80 Soldaten im Jemen

Politik / 19.01.2020 • 22:37 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

sanaa Bei einem Raketenangriff im Jemen sind mehr als 80 Regierungssoldaten getötet und fast 150 verletzt worden. Die Rakete schlug nach Angaben aus Militärkreisen am Wochenende während des Abendgebets in der Moschee eines Militärlagers in der Provinz Marib ein.  Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi machte die Huthi-Rebellen für den Angriff verantwortlich. Einem Militärvertreter zufolge wurde die Moschee erst mit einer Rakete und dann von einer Drohne angegriffen. Die Opfer wurden ins Krankenhaus der Provinzhauptstadt Marib eingeliefert. Bis Sonntag seien 83 Soldaten ihre schweren Verletzungen erlegen, sagte ein Krankenhausvertreter.

Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen bekannten sich zunächst nicht zu dem Angriff. Die jemenitische Regierung wird seit 2015 von einer internationalen Militärkoalition unter der Führung von Saudi-Arabien im Kampf gegen die Rebellen unterstützt. Nach Angaben von Hilfsorganisationen wurden in dem Krisenland bereits zehntausende Menschen getötet.