Auftakt für 1-2-3-Ticket

Politik / 28.01.2020 • 22:08 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
„Die Zeit ist reif“, sagt Gewessler über das geplante Öffi-Ticket.APA
„Die Zeit ist reif“, sagt Gewessler über das geplante Öffi-Ticket.APA

Verkehrsministerin startet Gespräche für ein österreichweites Öffi-Ticket.

Wien Das Projekt 1-2-3-Karte gehört zu den ambitioniertesten der Regierung. Entsprechend flott geht Infrastrukturministerin Leonore Gewessler (Grüne) das vergünstigte Öffi-Ticket an. Eine Projektgruppe wurde bereits aufgestellt, im ersten Halbjahr soll es ein gemeinsames Kick-off-Treffen mit allen Betroffenen geben.

Vorgesehen ist, dass man im Bundesland um einen Euro pro Tag fahren können soll, wie das etwa in Vorarlberg jetzt schon der Fall ist, in zwei Ländern um zwei Euro. Will man die Karte österreichweit nützen, würde sie drei Euro pro Tag kosten, also 1095 Euro jährlich. Das wäre wesentlich billiger als die derzeitige Jahreskarte der ÖBB alleine, die pro Tag 5,30 Euro ausmacht.

Komplexe Angelegenheit

Einfach ist die Sache nicht, da viele unterschiedliche Verkehrsverbünde einbezogen werden müssen. Schon unter Rot-Schwarz gab es ein ähnliches Projekt einer Österreich-Karte, das man aufgrund der Komplexität der Angelegenheit letztlich nicht umsetzte. Schließlich birgt das Ticket vom Administrativen bis zum Budgetären zahlreiche Herausforderungen.

Gewessler ist zuversichtlich, dass es diesmal aber klappt: „Die Zeit ist reif.“ Es gebe viel positive Resonanz, überhaupt sei die 1-2-3-Karte eines der beliebtesten Projekte des Koalitionspakts. Ein sechsköpfiges Projektteam aus Ministerium und Kabinett soll das Ticket nun verwirklichen. Dieses will umgehend Städte, Gemeinde, Länder und Verkehrsverbünde kontaktieren. Nur wenn man mit  ihnen auf einen gemeinsamen Nenner kommt, kann es mit dem Öffi-Ticket auch was werden.