Tschürtz tritt nach Wahldebakel im Burgenland zurück

Politik / 28.01.2020 • 22:08 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

eisenstadt Burgenlands FPÖ-Chef Johann Tschürtz tritt nach dem Wahldebakel bei der Landtagswahl als Parteiobmann ab und übergibt an den bisherigen Landesrat Alexander Petschnig. Wie die Partei am Dienstag bekannt gab, zieht sich Tschürtz aber nicht aus der Politik zurück, sondern wird den freiheitlichen Klub im Landtag anführen. Die FPÖ verlor bei der Landtagswahl am Sonntag fünf Prozentpunkte und liegt nur mehr bei 9,8 Prozent. Dem Klub werden somit neben Tschürtz und Petschnig die bisherige Dritte Landtagspräsidentin Ilse Benkö und der bisherige Klubobmann Geza Molnar angehören.

Tschürtz zeigte sich vom bisherigen Koalitionspartner SPÖ und Landeshauptmann Hans Peter Doskozil enttäuscht. „Er hätte zumindest das Wort ‚Danke‘ in den Mund nehmen können. Ich war hilfsbereit und vertrauensvoll“, sagte der 60-Jährige. Doskozil war nach den Gremiensitzung der SPÖ am Montag deutlich auf Distanz zum bisherigen Koalitionspartner gegangen. Die FPÖ will sich nun als einzige Oppositions- und Kontrollpartei positionieren. Es werde auch eine Verjüngung und „viele neue Köpfe geben“, sagte Tschürtz.