„Es wird mehr über Megxit als Brexit berichtet“

Politik / 30.01.2020 • 20:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Seit dem Wahlsieg von Boris Johnson sei es in Großbritanniens Medien still um den Brexit geworden, sagt die gebürtige Feldkircherin Theresa Amann.
Seit dem Wahlsieg von Boris Johnson sei es in Großbritanniens Medien still um den Brexit geworden, sagt die gebürtige Feldkircherin Theresa Amann.

Für EU-Staatsangehörige in Großbritannien ändert sich zunächst nichts.

Chester Aktuell leben nach Angaben des österreichischen Außenministeriums 33.000 Österreicher im Vereinigten Königreich. Eine davon ist Theresa Amann. Die gebürtige Feldkircherin wohnt seit 2014 in Chester, einer Stadt im Nordwesten Englands, wo sie zunächst als Lehrerin arbeitete. „Ich habe schon vor dem ersten planmäßigen Austrittsdatum Ende März 2019 um einen pre-settled status angesucht und ein paar Tage später die Bestätigung erhalten. Dies garantiert mir den Aufenthalt für fünf Jahre“, erklärt die 31-Jährige. „Im Moment kann ich nicht viel mehr tun. Es bleibt abzuwarten, was in Zukunft auf uns zukommt.“ Für sie sei der Brexit jedenfalls kein Grund, zurück nach Vorarlberg zu ziehen: „Wenn ich zurückkomme, dann wegen der Schönheit Vorarlbergs und wegen meiner Familie und Freunde, und nicht wegen des Brexits“, betont Amann. „Auch wenn ich mich mittlerweile selbstständig gemacht habe, was eine zusätzliche Unsicherheit mit sich bringt.“

Seit Boris Johnsons Wahlsieg sei es in den Medien still um den Brexit geworden: „Es wird mehr über Megxit als über Brexit in den Zeitungen berichtet. Ich weiß nicht, ob die Leute einfach genug von dem Thema haben.“ Kürzlich habe sie aber ein Geschirrtuch gesehen, das man für zwölf Pfund erwerben kann: „In der Mitte Boris Johnson und die Worte ‚Got Brexit Done‘.“