Mehr Plätze an Fachhochschulen

Politik / 30.01.2020 • 22:43 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Minister Faßmann hat für das Studienjahr 2021/22 330 neue FH-Anfängerplätze ausgeschrieben. VN/Sams
Minister Faßmann hat für das Studienjahr 2021/22 330 neue FH-Anfängerplätze ausgeschrieben. VN/Sams

Bund fördert Ausbau. FH-Konferenz fordert rasche Erhöhung des Budgets pro Studienplatz.

Wien Das Bildungsministerium schreibt für das Studienjahr 2021/22 in den Fachhochschulen neue Studienplätze aus. Das Ressort will 330 Anfängerplätze im Bereich Digitalisierung und MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zusätzlich finanzieren, gibt Minister Heinz Faßmann (ÖVP) am Donnerstag am Rande der Regierungsklausur in Krems bekannt. Damit folge er dem Plan, die Fachhochschulen bis 2024 mit 1450 Anfänger- und insgesamt 3700 Ausbildungsplätzen auszubauen. Kurt Koleznik, Generalsekretär der österreichischen Fachhochschulkonferenz, reagiert positiv auf die Ankündigung. Allerdings liege die Zahl der zusätzlichen Studienplätze deutlich unter den Forderungen von FH, Wirtschaft und Industrie. Gemeinsam habe man sich immer für 1000 bis 1200 Plätze pro Jahr ausgesprochen. Noch dringender wäre aber Geld: „Mit dem aktuellen Fördersatz können wir nicht mehr kostendeckend arbeiten.“ Der Fördersatz müsse um zehn Prozent höher sein.

„Mehr Geld spätestens ab 2021“

Die Fachhochschulen erhalten derzeit vom Bund jährlich 6970 bis 8850 Euro pro besetztem Studienplatz. Ausgenommen sind gesundheitswissenschaftliche Studiengänge, die von den Ländern finanziert werden. Koleznik freut sich zwar, dass auch Faßmann eine Valorisierung der Studienplatzförderung anstrebe: „Sie müsste aber schon im Budget für 2020 enthalten sein.“ Allerspätestens habe die Erhöhung aber am 1. Jänner 2021 zu erfolgen, fordert Koleznik. Ansonsten würde sich das Betreuungsverhältnis zwischen Lehrenden und Studierenden verschlechtern; von überlaufenen Hörsälen ganz zu schweigen. Außerdem wären dann die Berufspraktika und Auslandssemester zu überdenken. Auch die Digitalisierung koste Geld.

Jetzt läuft aber vorerst die Ausschreibung der neuen Studienplätze. Bis 31. März können die FH ihre Konzepte dafür einreichen. Zu den nun 330 Plätzen im Jahr 2021/22 sollen weitere 340 im Jahr 2022/23 kommen. 

Die FH Vorarlberg hat für den Studienbeginn 2018/19 bereits 30 der damals ausgeschriebenen 450 neuen Studienplätze erhalten. Bei der Ausschreibung für 2020/21 gingen 25 von 330 an sie. Die aktuelle Ausschreibung orientiert sich insbesondere an technischen und ingenieurwissenschaftlichen Studienangeboten und Konzepten zur Erhöhung des Frauenanteils im technischen Bereich. VN-ebi