Verschnaufpause für die Wirtschaft

Politik / 30.01.2020 • 20:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Dornbirner Zumtobel Group ist mit drei Produktionswerken in Großbritannien aktiv, im Bild die Produktion im englischen Spennymoor.
Die Dornbirner Zumtobel Group ist mit drei Produktionswerken in Großbritannien aktiv, im Bild die Produktion im englischen Spennymoor.

Bis Ende 2020 bleibt für alle Unternehmen alles wie bisher.

Schwarzach Das vergangene Jahr war für Vorarlberger Unternehmen, die nach Großbritannien liefern oder dort auch produzieren, weit nervenaufreibender als der tatsächliche Austritt Großbritanniens aus der EU. Denn der Austrittsvertrag hat für eine Verschnaufpause gesorgt, das Bangen von Woche zu Woche, von Monat zu Monat entfällt vorläufig.

Die Übergangsfrist, in der alles bleibt, wie es für Österreicher und Briten seit 1995 war, ist mit „vorerst“ 31. Dezember 2020 festgeschrieben, es könnte aber durchaus zu einer Verlängerung kommen, wie Fachleute schon jetzt spekulieren.

Für den Hörbranzer Käsehersteller Rupp verspricht das ein gutes Jahr zu werden. „Zum Glück passiert gar nichts“, so Geschäftsführer Josef Rupp im Gespräch mit den VN. Das vergangene Jahr war schlimmer. Eine große Lebensmittelkette hat sich für einen britischen Käsehersteller entschieden, nicht weil der besseren Käse macht, sondern wegen der Versorgungssicherheit, die der langjährige Geschäftspartner bei einem möglichen Hard Brexit befürchtete.

Auch bei der Zumtobel Group herrscht bis Ende Jahr „business as usual“, allerdings, so Konzernsprecherin Marina Konrad-Märk, „ist die Gefahr eines ungeregelten Austritts nach dieser Frist und schlussendlich in weiterer Folge wirtschaftlicher Konsequenzen für die Zumtobel Group noch nicht endgültig gebannt“.

„Die Gefahr eines ungeregelten Austritts nach dieser Frist ist noch nicht endgültig gebannt.“