Vorarlberger FPÖ-Chef kritisiert Bundespartei für AfD-Besuch

Politik / 30.01.2020 • 22:43 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Besuche wie jener bei der AfD seien überflüssig wie ein Kropf, sagt Bitschi.VN
Besuche wie jener bei der AfD seien überflüssig wie ein Kropf, sagt Bitschi.VN

Bregenz Der Vorarlberger FPÖ-Chef Christof Bitschi hat am Donnerstag die Auslandskontakte der FPÖ-Bundespartei kritisiert. Als Anlass dafür nahm er sich den Besuch bei Vertretern der deutschen AfD in Berlin. Den Namen von Klubobmann Herbert Kickl, der sich am Dienstag unter anderem mit den AfD-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel und Alexander Gauland getroffen hatte, nannte Bitschi zwar nicht. Allerdings erklärte er, als Vorarlberger Landesobmann ausreichend Arbeit zu haben, dasselbe werde wohl auch für die Vertreter der Bundespartei gelten. „Da braucht es diese zusätzlichen Aufgaben nicht. Sie sind überflüssig wie ein Kropf“, sagt Bitschi.

Kickl hatte mit der AfD eine Intensivierung ihrer Kooperation vereinbart. Gauland erklärte, die FPÖ sei der AfD kulturell, politisch und sprachlich am nächsten. Ähnlich sieht das wohl auch Tirols FPÖ-Chef Markus Abwerzger, der nichts mit Bitschis Kritik anfangen kann. Die FPÖ befinde sich mit der AfD in einer gemeinsamen europäischen Fraktion, also sei eine Zusammenarbeit gut und wichtig.