Hinter den Kulissen: Profilierung als Grund für Kritik am Land?

Politik / 01.02.2020 • 14:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Wirtschaftskammerpräsident Hans Peter Metzler (r.) übt Kritik an fehlendem Engagement des Landes in Sachen Digitialisierung. Dabei geht es offenbar um Profilierung im Vorfeld der Kammerwahl.

Politik, Personen und Parteien: Die VN beleuchten in ihrer wöchentlichen Rubrik Hintergründe.

Feldkirch, Bregenz Der Haussegen zwischen Wirtschaftskammer (WK) und dem Land hing schon gerader. Dass WK-Präsident Hanspeter Metzler (54) LH Markus Wallner (51, VP) in einem VN-Gespräch wissen ließ, dass das Land in Sachen Digitalisierung zu wenig aufs Gaspedal drücke, können sowohl Wallner als auch Wirtschaftslandesrat Marco Tittler (43, VP) „ganz und gar nicht nachvollziehen“. Immerhin, so heißt es im Landhaus, verfüge das Land mit Andreas Salcher (47) von der Wisto im Gegensatz zur Wirtschaftskammer einen Digitalisierungsbeauftragten. Darüber hinaus greife das Land tief in die Kasse und finanziere gemeinsam mit WK und Arbeiterkammer (AK) mit Präsident Hubert Hämmerle (58) und dessen Mitarbeiterin Eva King (43), die als „erfreulich umtriebig und durchsetzungsstark“ gilt, den Digital Campus in Dornbirn. Im Umfeld Wallners wird die Schelte des WK-Präsidenten an Land und Wallner jedenfalls den bevorstehenden Wirtschaftskammerwahlen geschuldet. Es gehe Metzler offenbar primär um seine Profilierung als Kammerpräsident.