Wirbel um Äußerung über Rückkehr ins Parlament

Politik / 04.02.2020 • 22:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Friedrich Merz kann sich Bundestagskandidatur vorstellen.

berlin Der frühere Chef der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Friedrich Merz (CDU), spielt mit dem Gedanken an eine Rückkehr ins Parlament. „Falls er nochmal ganz in die Politik zurückgeht, würde er sich auch um ein Bundestagsmandat bewerben“, erklärte sein Sprecher Armin Peter. Merz war Annegret Kramp-Karrenbauer 2018 bei der Wahl des CDU-Vorsitzenden in Nachfolge von der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel knapp unterlegen und gilt als Konkurrent um die Kanzlerkandidatur

bei der nächsten Bundestagswahl. Peter mahnte aber: „Personaldebatten müssen derzeit nicht geführt werden, es geht um Sachfragen.“

Merz selbst hatte zuvor Spekulationen im niedersächsischen Verden angeheizt. Wie ein „Spiegel“-Reporter berichtete, wurde Merz dort gefragt, ob er sich vorstellen könne, in der nächsten Legislaturperiode Kollege des örtlichen Bundestagsabgeordneten zu werden. Merz habe mit „Ja“ geantwortet. Der konservative Verein Werteunion reagierte umgehend: „Merz kündigt Kandidatur für den Bundestag an“, schrieb Werteunion-Chef Alexander Mitsch auf Twitter. „Das macht Hoffnung für den nächsten Kanzlerkandidaten der Union.“ In seiner Rede kritisierte Merz unter anderem die Energiepolitik der Großen Koalition. Außerdem teilte er mit: „Deutschland steigt gleichzeitig aus der Kernenergie und aus der Braunkohle und der Steinkohle aus. Diese Energiewende gleicht für mich einer Operation am offenen Herzen – ohne Narkose.“