Das Land Burgenland stellte schon 88 pflegende Angehörige an

Politik / 06.02.2020 • 22:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Eisenstadt Im Burgenland werden pflegende und betreuende Angehörige angestellt. Das Land hat im Vorjahr damit begonnen und hofft so, Pflege und Betreuung langfristig absichern zu können. Aktuell befinden sich 88 Personen in einem Dienstverhältnis. Insgesamt liegen dem Büro von Soziallandesrat Christian Illedits (SPÖ) 109 positiv behandelte Anträge vor (71 Frauen und 38 Männer). 41 Personen ließen sich anstellen, um Angehörige in Pflegestufe 4 zu betreuen, 34 Personen seien es in Pflegestufe 3, 29 in Pflegestufe 5 und fünf in den Pflegestufen 6 und 7.

Den Berechnungen des Landes zufolge komme das Anstellungsmodell im Burgenland für bis zu 600 pflegende und betreuende Angehörige infrage. Würden sie alle gleichzeitig angestellt, so wäre ein Budget von 13 Millionen Euro jährlich erforderlich. Da die Anstellungen schrittweise erfolgen, wurde im Projektstart-Jahr 2019 eine Million Euro budgetiert, für das laufende Jahr 2020 seien es 5,4 Millionen Euro.

Ausschlaggebend für eine solche Beschäftigung sind viele Faktoren, etwa die Pflegestufe des zu Pflegenden und die Erwerbsfähigkeit des Angehörigen. Wer angestellt wird, erhält ein Einkommen von bis zu 1700 Euro netto, laufende Pensionsjahre und Sozialversicherung. „Eine verpflichtende Grundausbildung sichert die Qualität, und durch weiterführende, kostenlose Heimhilfeausbildungen soll langfristig Personal für den Pflegebereich gewonnen werden,“ sagt Illedits.