Hinter den Kulissen: Nix ist offenbar fix bei Gemeindewahl

Politik / 05.06.2020 • 19:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Hinter den Kulissen: Nix ist offenbar fix bei Gemeindewahl
Der Bludenzer Stadchef Mandi Katzenmayer zählt zu jenen Bürgermeistern, die den von Dornbirns Stadtchefin Andrea Kaufmann vorgeschlagenen Wahltermin kritisch sehen.

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Dornbirn In so manchen Gemeindestuben des Landes herrscht Verwirrung. Der Grund: Eigentlich stand der Termin für die coronabedingt im März abgesagte Gemeindewahl so gut wie fest. Dornbirns Stadtchefin Andrea Kaufmann (51, VP) hatte dies als geschäftsführende Vizepräsidentin des Gemeindeverbandes erklärt. Nach Rücksprache mit Bürgermeistern im Land und LH Markus Wallner (52, VP) habe man sich gemeinsam auf den 6. September geeinigt. Von einer Einigung kann nicht die Rede sein, heißt es jetzt zumindest hinter den Kulissen. Markus Linhart (61, VP) hat Kaufmann jedenfalls per E-Mail deutlich mitgeteilt, dass er vom 6. September, der zudem noch in die Ferienzeit fällt, wenig hält. Auch die zehn Bürgermeister der Talschaft Montafon mit Standesrepräsentant Herbert Bitschnau (59, VP) oder der Bludenzer Stadtchef Mandi Katzenmayer (67, VP) und Stadtchef Dieter Egger (51, FP) in Hohenems sollen sich mit dem Termin ebenso nicht so richtig anfreunden können. „Uns hat niemand dazu befragt“, lautet der Tenor. Kaufmann, die übrigens die Wähler zur Verwunderung aller bereits Anfang Juli zu den Urnen rufen wollte, blieb also nichts anderes übrig, als eine groß angelegte Umfrage unter allen 96 Bürgermeistern des Landes zu starten. Nun muss sie möglicherweise einen neuen Wahltermin vorschlagen.

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