Bewegung im alten Rossstall: Entscheidung für das baufällige Gebäude steht bevor

Politik / 13.10.2020 • 05:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der alte Rossstall sei das einzige baufällige Gebäude am Areal der Bregenzer Bilgeri-Kaserne. <span class="copyright">LAND</span>
Der alte Rossstall sei das einzige baufällige Gebäude am Areal der Bregenzer Bilgeri-Kaserne. LAND

Gespräche zur Finanzierung laufen. Machbarkeitsstudie wird bald präsentiert.

Wien, Bregenz Pferde werden in dem Rossstall auf dem großen Areal der Bregenzer Bilgeri-Kaserne längst nicht mehr gesattelt. Das Gebäude steht leer und unter Denkmalschutz. Seit Jahren wird geplant und gerechnet, was mit dem baufälligen Objekt gemacht werden soll. 2020 könnte das Jahr der Entscheidung werden.

Der alte Rossstall steht vor dem Umbau. Ein Plan sieht vor, ihn zu sanieren und durch einen Anbau zu erweitern, sodass er unter anderem der Militärmusik, dem Blasmusikverband und dem Symphonieorchester zur Verfügung steht. Derzeit würden konkrete Gespräche zwischen Land Vorarlberg, Militärischem Immobilienmanagement-Zentrum, Stadt Bregenz und dem Vorarlberger Militärmusikfreundeverein sowie dem Blasmusikverband laufen, wird den VN von mehreren Seiten bestätigt. Ein weiterer Gesprächstermin ist in zwei Wochen in Bregenz angesetzt. 

Umbau als Gemeinschaftsprojekt

“In nächster Zeit soll eine Machbarkeitsstudie präsentiert und die konkrete Finanzierung abgeklärt werden”, heißt es im Büro von Landesrat Christian Gantner (ÖVP). Der Umbau des alten Rossstalles sei ein vorbildliches Gemeinschaftsprojekt auf einer militärischen Liegenschaft, das dem Blasmusikwesen im ganzen Land zugute komme.

Der alte Rossstall wäre für Proben und Aufführungen über einen eigenen Eingang zugänglich und würde den Kasernenbetrieb nicht stören. Eine solche Mehrfachnutzung wäre sinnvoll, heißt es auch im Militärkommando. Die Militärmusik bräuchte die Räume meistens am Vormittag, die Musikervereine kämen eher am Abend.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) scheint ebenso offen für diese Idee zu sein. Zum Standort Bregenz sagt sie in der Beantwortung einer Anfrage von Neos-Mandatar Gerald Loacker: “Es wird ein Projekt zwischen Vorarlberg, Bregenz und meinem Ressort entwickelt, welches neben der Renovierung von Teilen der militärischen Liegenschaft auch eine gemeinsame Nutzung des Areals vorsieht.” Im Militärkommando wird die Aussage konkretisiert: Es handle sich um das Projekt Rossstall. Das Gebäude sei das einzig baufällige auf dem Areal, alles andere bereits auf dem neuesten Stand. 

Die Instandhaltungskosten für die Bregenzer Liegenschaft betragen aktuell rund 350.000 Euro pro Jahr, teilt Tanner mit. Dabei handle es sich um gängige Arbeiten und keine größeren Investitionen, heißt es im Militärkommando.

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