Anschlag in Wien: Nehammer gesteht Fehler bei Slowakei-Infos ein

Politik / 04.11.2020 • 14:35 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Anschlag in Wien: Nehammer gesteht Fehler bei Slowakei-Infos ein
AFP

Innenminister will eine Untersuchungskommission einrichten.

Wien Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) hat am Mittwoch in einer Pressekonferenz eingestanden, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) vom slowakischen Geheimdienst über den versuchten Munitionskauf des 20-jährigen Wiener Terrorattentäters informiert wurde – aber “in weiteren Schritten offensichtlich in der Kommunikation etwas schief gegangen ist”. Der Minister will jetzt eine Unabhängige Untersuchungskommission einrichten.

Ein-Täter-Theorie

Der Wiener Terroranschlag dürfte tatsächlich nur durch den einen – erschossenen – Täter erfolgt sein. Die mehr als 20.000 der Polizei übermittelten Videos seien fertig ausgewertet, die Ein-Täter-Theorie habe sich dadurch bestätigt, sagte Innenminister Karl Nehammer. Die erhöhte Sicherheitsstufe für Wien bleibt dennoch aufrecht, erfuhr die APA im Innenministerium. Die Polizei hatte mehr als ein Terabyte an Daten von dem Anschlag in der Wiener Innenstadt am Montagabend auszuwerten. Für die Übermittelung der Videos war ein eigener Upload eingerichtet worden.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.