Die großzügigsten Spender im Westen

Politik / 24.11.2020 • 19:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Den Österreichern liegen besonders die Tiere am Herzen. Bei 33 Prozent liegt dieser Spendenzweck an erster Stelle. <span class="copyright">APA</span>
Den Österreichern liegen besonders die Tiere am Herzen. Bei 33 Prozent liegt dieser Spendenzweck an erster Stelle. APA

Trotz Coronakrise wird ein neuer Spendenrekord erwartet.

Wien Die Spendenbereitschaft der Österreicher blieb während der Coronakrise nicht nur hoch. Der Fundraising-Verband erwartet mit einem Aufkommen von 750 Millionen Euro sogar einen neuen Rekord. 2019 wurden 725 Millionen Euro gespendet.

Besonders großzügig sind wieder die Westösterreicher. Die durchschnittliche Spendenhöhe liegt in Vorarlberg, Tirol und Salzburg mit 146 Euro klar über dem bundesweiten Schnitt von 124 Euro. 76 Prozent geben an, gespendet zu haben. Österreichweit sind es 73 Prozent. Die beliebtesten Spendenziele sind Tiere (33 Prozent), gefolgt von Kindern (28 Prozent), Katastrophenhilfe im Inland (19 Prozent) und Obdachlose (17 Prozent), wie eine Umfrage des Public Opinion Instituts für Sozialforschung ergibt.

“Neue Maßstäbe der Solidarität”

“In der Krise hat die österreichische Bevölkerung nicht nur große Disziplin bewiesen, sondern auch neue Maßstäbe der Solidarität gesetzt. Ein stark gestiegenes Freiwilligenengagement ist die eine Seite, eine wachsende Spendenbeteiligung die andere”, sagt der Geschäftsführer des Fundraising- Verbands, Günther Lutschinger. Nun bleibe allerdings noch abzuwarten, wie sich die Spendenaufrufe rund um die Weihnachtszeit auswirken. Das Aufkommen in diesen Monaten mache in der Regel 25 bis 30 Prozent der Spendensumme aus und wurde in der Summe von 750 Millionen Euro bereits mit einbezogen und hochgerechnet.

Laut dem Bericht des Fundraising-Verbandes wird jeder dritte Spenden-Euro steuerlich abgesetzt. Die Zahl der Spender, die eine Absetzbarkeit in Anspruch nehmen, blieb mit rund einer Million konstant. VN-ebi

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