Dramatisch hohe, aber bessere Infektionszahlen

Politik / 29.11.2020 • 20:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Dramatisch hohe, aber bessere Infektionszahlen
Ziel sei es, am 7. Dezember im Handel und für Schulen vorsichtige Öffnungsschritte zu setzen, sagt Kanzler Kurz. APA

Nur Wien und das Burgenland haben geringere Werte als Vorarlberg. Vorsichtige Öffnungsschritte für Schulen und Handel am 7. Dezember.

Wien Es geht abwärts, allerdings nicht steil genug. Die neu gemeldeten Infektionszahlen sind am Sonntag zwar deutlich geringer als jene zu Beginn des Lockdowns vor 13 Tagen. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) spricht aber weiterhin von einem dramatisch hohen Niveau. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) dämpft die Erwartungen auf baldige Lockerungen.

Dramatisch hohe, aber bessere Infektionszahlen

Am Sonntag registrierten die Behörden 4047 neue Coronafälle. Vor einer Woche waren es 5226. Die Zahl von Coronainfizierten in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner sank österreichweit auf 349. Am 13. November hatte die Inzidenz mit 554 ihren Höchststand erreicht. Auch in Vorarlberg markierte dieser Tag den bisherigen Höhepunkt der Epidemie. Hier lag die Inzidenz bei 850. 16 Tage später beträgt sie 303. Nur zwei Bundesländer erreichen derzeit einen niedrigeren Wert. Das sind das Burgenland (260) und Wien (232).  Spitzenreiter sind Kärnten (517), Salzburg (512) und Oberösterreich (453).

„Überlastung kein Dauerzustand“

Die Zahl der Verstorbenen bleibt auf hohem Niveau. Am Sonntag meldeten die Behörden 87 weitere Coronatote. Damit forderte das Virus bislang 3105 Opfer. Nahezu unverändert blieben die Spitalszahlen. In Österreichs Krankenhäusern wurden 4251 Menschen behandelt, davon befanden sich 691 auf Intensivstationen. Der Gesundheitsminister hofft, dass diese Zahlen nicht mehr steigen. „Dann könnten wir das Überschreiten der Kapazitäten bis hin zu dann drohenden Triagen verhindern.“ Eine Überlastung wie derzeit auf der Intensivstation dürfe aber auch nicht zum Dauerzustand werden. “Die verschobenen Eingriffe müssen rasch nachgeholt werden. Und im Dezember ist der Beginn der Grippewelle mit einer deutlichen Zusatzbelastung der Spitäler zu erwarten.“

Nur leichte Öffnungsschritte

Kanzler Kurz stimmt die Bevölkerung gleichzeitig darauf ein, dass es auch nach dem Nikolaustag noch Einschränkungen geben werde. Ziel sei es, am 7. Dezember im Handel und für Schulen vorsichtige Öffnungsschritte zu setzen. Je höher die Infektionszahlen, desto schwieriger, sagt er der „Kleinen Zeitung“. Zur Debatte um eine vorweihnachtliche Schließung der Skigebiete werde die Regierung am Mittwoch ihre Pläne präsentieren, sagt Kurz. So leid es ihm tue, werden die Sport- und Freizeiteinrichtungen nicht Teil des ersten Öffnungsschrittes sein. Dennoch wolle die Regierung in absehbarer Zeit wieder mehr Sport ermöglichen.

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