Maximal ein Haushalt pro Skilehrer

Politik / 05.12.2020 • 05:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Maximal ein Haushalt pro Skilehrer
Anfang des Jahres war die Welt noch eine andere, als sich Teresa (l.) und Clara im Jänner auf den Pisten am Bödele vergnügten.  VN

Die meisten Skischulen wollen im Dezember öffnen. Das Gesundheitsressort gibt strikte Regeln vor.

Wien Das Christkind kommt mit dem Skilift. Ab 24. Dezember dürfen die Skigebiete wieder öffnen. Wie die VN berichteten stehen die Betreiber in den Startlöchern. Das gilt auch für Schuttannen. Nur der Schnee müsse passen, sagt der Hohenems Bürgermeister Dieter Egger. Ob es Skikurse gibt, hänge hingegen von den Vorgaben des Gesundheitsministersiums ab. Die Buchungslage wäre gut, sagt Egger. Auch in den beliebten Kinderskischulen von Schwarzenberg, Bödele und Alberschwende ist von Aufgeben keine Rede. In Faschina plant Skischulleiter Harry Stark mit Weihnachten in die Saison zu starten. Anders in Furx. Dort finden heuer keine Skikurse statt, bestätigt Jürgen Bachmann, Bürgermeister von Zwischenwasser.

Sechspersonenregel 

Ganz so einfach wird es für die Skischulen nämlich nicht. Für Kurse gelten die gleichen Regeln wie für alle anderen. Es dürfen sich maximal sechs Erwachsene plus maximal sechs Kinder aus maximal zwei Haushalten treffen. Das heißt, ein Skilehrer wird lediglich Personen aus einem Haushalt unterrichten dürfen. Diese Vorgabe wurde im Gesundheitsministerium auf VN-Nachfrage bestätigt, mit dem Zusatz, dass am 24., 25. und 26. Dezember sowie am 31. Dezember Teilnehmer aus mehreren Haushalten erlaubt sind. Für diese Tage gelten Ausnahmen.  

In Furx wird man heuer auf Skikurse verzichten. “Im Jänner schauen wir uns die Sachlage neu an”, erklärt Bürgermeister Bachmann. Eventuell werde es in den Semesterferien ein Angebot geben.

Daniel Paluselli von der Skischule Schwarzenberg ist hingegen guter Dinge: “Wir sperren am 24. Dezember auf und bieten bis 27. Dezember Einzelkurse an.” Danach plane man auch Gruppenkurse mit maximal sieben Kindern. In der benachbarten Skischule Bödele gibt es nur Einzelunterricht: „Das war auch vorher so. Kleingruppenunterricht bieten wir nur auf ausdrücklichen Wunsch an“, berichtet Marika Berchtold. Anmeldungen seien wegen der Umstände aber noch kaum hereingekommen. „Normalerweise sind wir um die Zeit für die Weihnachtsfeiertage schon ausgebucht.“ In Alberschwende wird zur Freude von Reinhold Baumann bereits Kunstschnee produziert. Am 24. Dezember werde geöffnet, die Ski- und Snowboardschule Hittisau biete Gruppenkurse unter Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften an. 

Das plant auch Harry Stark, Leiter der Skischule Faschina. “Wir starten zu Weihnachten.” Es werde Ski- und Snowboardkurse, Kurse für Tourengeher und Kurzkurse geben. “Die Gruppengröße werden wir auf drei reduzieren.” Bis dato sei die Onlinebuchung restlos zusammengebrochen, erklärt Stark. In einer regulären Saison hätte er bisher Anzahlungen von über 40.000 Euro verbucht. Heuer seien es gerade einmal 2000 Euro. Ob Skischulen vom Bund unterstützt werden, wisse er nicht. 

Laut Finanzressort können freiberufliche Skilehrer Hilfe aus dem Härtefonds beantragen. Skischulen stehe der Fixkostenzuschuss zur Verfügung. Auf Umsatzersatz können sie nicht hoffen, wie es heißt. Skikurse sind laut Gesundheitsministerium nämlich als Veranstaltung definiert. Da diese aufgrund der Sechspersonenregel nicht behördlich verboten sind, kommt kein Umsatzersatz in Frage.

Birgit Entner-Gerhold, Klaus Hämmerle

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