Was vor Aerosolen schützt

Politik / 22.12.2020 • 18:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Was vor Aerosolen schützt
APA

Alle aktuellen Erkenntnisse: Masken, Abstand, frische Luft

Schwarzach Vor der Corona-Pandemie wussten wohl die wenigsten mit dem Begriff „Aerosole“ etwas anzufangen, mittlerweile fürchten sich viele vor den ausgeatmeten Aerosolpartikel, die eine prominente Rolle bei der Verbreitung der Coronaviren spielen. Als Aerosol bezeichnet man ein Gemisch aus Luft mit festen oder flüssigen Partikeln, die zwischen 0,001 und mehreren 100 Mikrometern groß sind. Sie verteilen sich mit Luftströmungen relativ schnell, auch über größere Distanzen. Mit dem Coronavirus infizierte Personen können beim Sprechen, Husten und Niesen flüssige Partikel mit Viren ausstoßen, die dann von anderen Personen eingeatmet werden. Die Gesellschaft für Aerosolforschung hat den aktuellen Wissensstand und Empfehlungen zum Schutz zusammengefasst. Die Experten betonen dabei: „Keine Maßnahme kann für sich alleine funktionieren.“

Maske. Masken helfen, einen Teil der ausgeatmeten Partikel zu filtern. Allgemein gilt laut den Wissenschaftern, dass jede Maske besser als keine Maske sei, insbesondere hinsichtlich des Schutzes anderer Personen. Weil die Teilchen durch die anhaftende Feuchtigkeit relativ groß sind, können sie auch von einfachen Masken effizient zurückgehalten werden. Atemschutzmasken der Klassen FFP2, N95 oder KN95 seien zusätzlich für den Fremdschutz effizient, sofern sie über kein Ausatemventil verfügen. Als weitgehend nutzlos beschreiben die Forscher Gesichtsvisiere.

Abstand. Wichtig ist, Abstand zu halten, „denn mit zunehmendem Abstand werden direkt ausgeatmete Viren verdünnt, und die Wahrscheinlichkeit sich anzustecken sinkt“, schreiben die Experten. Bei längeren Zusammenkünften und in Innenräumen sollte der Mindestabstand vergrößert und durch weitere Maßnahmen ergänzt werden.

Frische Luft. Im Freien ist das Infektionsrisiko über Aerosolpartikel deutlich geringer. Doch auch dort könnten direkte Tröpfcheninfektionen nicht ausgeschlossen werden, insbesondere bei Menschenansammlungen ohne Mindestabstände oder Masken. In geschlossenen Räumen halten die Experten Lüften für unerlässlich. Dabei sei Stoß- und Querlüften vergleichbar effektiv wie dauernd vollständig geöffnete Fenster. Auch Luftreiniger können demnach einen sinnvollen Beitrag leisten, um die Partikel- und Virenkonzentration in einem Raum zu reduzieren.

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