Abgespeckte Version bleibt im Visier

Politik / 03.03.2021 • 05:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Abgespeckte Version bleibt im Visier
Auf der Baustelle des Gemeindezentrums Lech soll im April wieder Leben einkehren. GEMEINDE, HASSLER

Lecher Zentrumsbau hält Architekten und Gemeinde auf Trab. Baufortsetzung könnte im April erfolgen.

Lech Ob es möglich sein wird, das umstrittene Gemeindezentrum in Lech um weniger als die geplanten rund 40 Millionen Euro zu errichten, ist offen. Fest stehen hingegen zahlreiche bereits vergebene Aufträge für den Bau, der im November 2023 fertiggestellt sein soll. Auch der Zeitplan für die Umsetzung der Pläne des Bregenzer Architektenbüros Matt/Dorner ist fixiert. Dennoch scheint Bewegung in die Sache zu kommen, seit die Volksvertreter von Lech in einer Sitzung mit zehn gegen acht Stimmen für eine Redimensionierung des Großprojekts votiert haben. Bei den Überlegungen zum Abspecken spielen freilich auch die coronabedingt völlig eingebrochenen Steuereinahmen der Gemeinde eine gewichtige Rolle.

16 Millionen weniger Einnahmen für Gemeinde?

Diese Verluste sind offenbar gewaltig, sie werden nämlich mit rund 16 Millionen Euro beziffert. Vor diesem Hintergrund sehe man sich geradezu gezwungen, Einsparungen vorzunehmen. Mit dem Abspecken, bei dem auch rechtliche Fragen beleuchtet werden, soll sich nun ein eigens gegründeter Ausschuss in der Gemeinde beschäftigen. Als Obmann fungiert Gemeindevertreter Clemens Walch von der Liste Unser Dorf. Für Walch steht das Ziel fest: “Sowohl Kubatur als Baukosten sollen weniger werden.” Diese heiklen Fragen werden in Gesprächen und Verhandlungen mit Generalplaner Christian Matt erörtert. “Ich wäre froh, wenn es bei diesen Gesprächen zu einer Lösung kommt, mit der alle in Lech leben können”, sagt Stefan Jochum als Bürgermeister.

Ungeachtet dieser Verhandlungen könnte die Fortsetzung des Zentrumsbaus im April erfolgen. Dazu müsste eine gültige Verordnung geändert werden. Derzeit herrscht nämlich zwischen Ende November und Anfang Mai in der Tourismuskommune ein striktes Bauverbot. Ob dieses Verbot angesichts geschlossener Betriebe und fehlender Touristen aufgeweicht wird, darüber soll der Gemeindevorstand in einer Sitzung am 11. März beraten. Dass weitergebaut wird, steht fest. Heuer sollen im Rahmen der dritten Bauphase Tiefgarage und der Hochbau im Rohbau fertiggestellt werden.

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