Schwierige Regierungsbildung

Politik / 26.03.2021 • 22:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Auf Netanjahu dürften komplizierte Gespräche zukommen. Reuters
Auf Netanjahu dürften komplizierte Gespräche zukommen. Reuters

Nach Wahl in Israel: Kein Block mit nötiger Mehrheit.

jerusalem Die rechtskonservative Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist als stärkste Einzelpartei aus der Parlamentswahl in Israel hervorgegangen. Nach Auszählung aller Stimmen stand am Freitag jedoch fest: Keiner der Blöcke – weder die Netanjahu-Unterstützer noch seine Gegner – kommt auf die nötige Mehrheit von 61 Sitzen im Parlament. Der Likud (31 Sitze) erreicht gemeinsam mit seinen Partnerparteien nur 52 Mandate. Zweitstärkste Einzelpartei wurde mit 17 Sitzen die Zukunftspartei des bisherigen Oppositionsführer Yair Lapid. Sein „Anti-Netanjahu-Lager“ kommt laut einem Bericht der Tageszeitung „Haaretz“ auf 57 Sitze im Parlament.  Der 71-Jährige ist damit auf die Unterstützung der siedlerfreundlichen Yamina-Partei und der arabischen Raam (UAL) angewiesen. Beide haben keine klare Unterstützung für einen Block deklariert. Die UAL kommt auf vier Sitze, die Yamina auf sieben.

Es handelte sich um die bereits vierte Parlamentswahl innerhalb von zwei Jahren. In dem Land stehen nun erneut langwierige Gespräche über die Bildung einer Regierung an. Eine weitere Neuwahl ist nicht ausgeschlossen. Das offizielle Endergebnis wird am Mittwoch veröffentlicht.

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