Wettlauf gegen die dritte Welle im Bodenseeraum

Politik / 08.04.2021 • 05:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bis Sonntag gilt auf der Lindauer Insel Maskenpflicht. <span class="copyright">APA</span>
Bis Sonntag gilt auf der Lindauer Insel Maskenpflicht. APA

Schweiz erwartet Impfeffekt in drei Monaten.

SChwarzach „Vorsicht bei den aktuellen Zahlen“, warnte Patrick Mathys vom eidgenössischen Bundesamt für Gesundheit am Mittwoch: Mit den Osterfeiertagen könnten trügerische Effekte einhergehen. Es wurde weniger getestet, es wurden weniger Ärzte konsultiert und auch weniger Daten erfasst. Insofern muss der Höhepunkt der dritten Welle noch lange nicht erreicht sein.

Notbremse angezogen

Im Bodenseeraum sind die Fallzahlen ab Mitte März gestiegen. In der Karwoche haben sich die meisten Werte jedoch stabilisiert, manche waren sogar rückläufig. Konkreter: Bis Mitte März wurden in allen Regionen weniger als 100 neue Infektionen pro 100.000 Einwohner und Woche registriert. Zuletzt waren es überwiegend mehr als 100.

Im deutschen Landkreis Oberallgäu kletterte die Inzidenz auf bis zu 199, in Lindau auf bis zu 176. Gestern handelte es sich um 161 beziehungsweise 154. Da wie dort blieb die „Notbremse“ dennoch gezogen: Lokale sind bei den Nachbarn seit November zu, und seit die Inzidenz dreistellig ist, sind auch die meisten Geschäfte geschlossen. Bis Sonntag gilt auf der Lindauer Insel zudem eine Maskenpflicht. Landrat Elmar Stegmann: „Gerade  mit Blick auf mögliche Lockerungen, die für unsere Unternehmen so wichtig sind, ist jeder aufgerufen, in diesen Tagen verstärkt Verantwortung zu übernehmen.“

Warten auf Impfeffekt

Rückgänge wurden zuletzt auch in der Schweiz verzeichnet. Im Kanton St. Gallen ist die Inzidenz von etwas mehr als 140 auf rund 100 gesunken. Zugleich liegen wieder mehr Menschen in den Spitälern. Das ist ein Hinweis darauf, dass die gängige Virusvariante B117 nicht nur ansteckender, sondern auch gefährlicher ist. Es werde noch drei Monate dauern, bis sich ein Impfeffekt bemerkbar mache, so der Chef der eidgenössischen Corona-Taskforce, Martin Ackermann. Bis dahin bleibt demnach erhöhte Vorsicht angebracht.

Im Bodenseeraum am besten entwickelt sich Liechtenstein. Seit zwei Monaten liegt die Inzidenz durchgehend unter 100. Am Mittwoch belief sie sich auf 83. Die Hoffnung auf bessere Zeiten wächst gerade im Fürstentum von Tag zu Tag: Am Ostermontag wurden erstmals auch Impftermine für unter 65-Jährige vergeben, die keiner Risikogruppe angehören. Sie sollen noch im April eine erste Dosis erhalten.

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