Bildungsminister hofft auf mehr Impfwilligkeit

Politik / 16.04.2021 • 19:40 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bildungsminister hofft auf mehr Impfwilligkeit
Bildungsminister Heinz Faßmann erhielt am Freitag seine erste Coronateilimpfung.  APA

Appell an Pädagogen: Impfen gibt Hoffnung auf Normalbetrieb. 

Wien Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) ist erleichtert. Als der 65-Jährige am Freitag seine erste Coronaimpfung erhalten hat, sprach er von einem kleinen Stich mit großer Wirkung. Der Minister appellierte an die Lehrerschaft, das Angebot auch wahrzunehmen: “Sie schützen damit nicht nur ihre eigene Gesundheit, sondern Sie leisten außerdem einen wichtigen Beitrag zu einer sicheren Schule, die dann endlich wieder im Normalbetrieb laufen kann.”

Manche Pädagogen sehen die Coronaimpfung noch skeptisch. In Vorarlberg haben bereits alle, die an einer Schule oder in einer elementarpädagogischen Einrichtung arbeiten, eine Einladung erhalten. Knapp die Hälfte nahm diese an. Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) hätte sich mehr erwartet: “Die geringe Durchimpfungsrate ist nicht so erfreulich.” 

Von den 3500 Beschäftigen in den Kindegärten und Kinderbetreuungseinrichtungen in Vorarlberg ließen sich nicht einmal 40 Prozent impfen. An den Schulen ist es knapp die Hälfte, wobei nicht nur die Lehrer, sondern auch Reinigungs- und Sekretariatskräfte, Schulwarte und Betreuerinnen eine Einladung erhalten haben. In der Bildungsdirektion glaubt man, dass die Impfbereitschaft bei den Pädagogen höher ist als 50 Prozent. Vermutlich hätten sich beim Verwaltungs- und Reinigungspersonal weniger dafür entschieden. Die Impfquote werde sicher noch steigen, erklärt Elisabeth Mettauer-Stubler von der Kommunikationsabteilung: “Wir bekommen fast jeden Tag neue Meldungen von Lehrern, die sich doch impfen lassen wollen. Das Angebot steht nach wie vor.”

Im Bildungsministerium hofft man, dass die größere Verfügbarkeit des Impfstoffs von Biontech/Pfizer einen Schub bringen wird. Viele hätten ihre Zweifel an AstraZeneca geäußert. Faßmann zweifelt nicht. Er erhielt den Impfstoff von AstraZeneca und erklärte: “Das Risiko ist wesentlich geringer, als das Risiko im Fall einer Erkrankung.”