Selbsttests stapeln sich in den Schulen

Politik / 18.04.2021 • 16:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Selbsttests stapeln sich in den Schulen
Seit Februar wird an allen Schulen regelmäßig getestet. VN/STEURER

Bildungsdirektion bittet Standorte um Inventur. In der Montfortschule Rankweil wird nun täglich getestet.

Rankweil Ab Montag wird jeden Tag getestet. Zumindest in der Montfortschule in Rankweil ist das so. Immer wieder poppten dort positive Coronafälle auf. Ziel sei es nun, für ein wenig Ruhe und Sicherheit zu sorgen, heißt es in der Bildungsdirektion. Die Lager sind mit ausreichend Selbsttests gefüllt, die Schulen wurden aufgerufen, eine Inventur zu machen. Manche hätten zurückgemeldet, dass sie bereits ausreichend Tests für das gesamte Schuljahr lagernd hätten, berichtet Elisabeth Mettauer-Stubler, Kommunikationsleiterin der Bildungsdirektion Vorarlberg.

Sollte die Montfortschule in Rankweil zusätzliche Tests benötigen, werde man natürlich aushelfen. Die täglichen Tests sind vorerst für zwei Wochen geplant. „Es ist auch ein wichtiges Zeichen an die Eltern, dass Sicherheitsmaßnahmen nicht nur an der Schule, sondern auch im privaten Bereich wichtig sind“, sagt Mettauer-Stubler. Seit dem 17. Februar endeten in der Montfortschule 15 Selbsttests positiv, zehn davon wurden mittels PCR bestätigt. Zwei Klassen waren schon in Quarantäne. Daher sei der Rankweiler Volksschuldirektor Simon Hagen auf die Idee der täglichen Tests gekommen und an die Bildungsdirektion herangetreten. „Wir haben überlegt, was wir tun können, um das Problem an der Wurzel zu packen“, meint die Kommunikationsleiterin. „Außertourliche Tests können aber nur gemacht werden, wenn die Eltern mitgehen und entsprechende Vorräte an Selbsttests vorhanden sind.“ Derzeit sind diese ausreichend vorhanden.

Die Bildungsdirektion hat alle Schulen gebeten, eine Inventur durchzuführen. Die Bundesschulen wurden vom Ministerium bereits vor Ostern dazu aufgerufen. Ziel sei es, die Liefermengen entsprechend anzupassen. „Wir erheben, wie groß die Reserven sind, und schauen, wie viele Tests die Schulen weiterhin brauchen“, erklärt Mettauer-Stubler. Manche Standorte würden bereits Platzprobleme melden, da sie zu viele Tests auf Lager hätten. Hier könnten die Lieferungen vorübergehend ausgesetzt und erst wieder aufgenommen werden, wenn wieder Bedarf an Selbsttests bestehe. Woran die Überbelieferung liege, sei nicht genau zu erklären. Rund ein Prozent der Schüler ist laut Bildungsdirektion derzeit daheim, weil sie sich nicht testen lassen wollen beziehungsweise die Eltern die Selbsttests bei ihren Kindern verweigern. Manche Schüler sind genesen und von der Testpflicht befreit. Außerdem seien manche Schulen zu Beginn wohl eher zurückhaltender mit den Tests umgegangen. Außerdem würden auch Tests für Lehrer geliefert. Alle hätten drei Mal pro Woche die Möglichkeit, einen Selbsttest durchzuführen. Vermutlich greife nicht jeder darauf zurück, da die meisten auch regelmäßig eine Teststraße oder Teststation besuchen.

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