Das Coronavirus will nicht weg aus Rankweil

Politik / 21.04.2021 • 20:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Seit Wochen bleibt die Zahl der aktiven Fälle relativ konstant auf hohem Niveau. <span class="copyright">VN/SAMS</span>
Seit Wochen bleibt die Zahl der aktiven Fälle relativ konstant auf hohem Niveau. VN/SAMS

In der Marktgemeinde lodern mehrere Herde. Seit Wochen bleibt die  Fallzahl auf hohem Niveau.

Rankweil In ganz Rankweil poppen immer wieder rote Punkte auf. Das Coronavirus will einfach nicht verschwinden. Seit Wochen bleibt die Zahl der aktiven Fälle relativ konstant auf über 30. Derzeit sind es sogar mehr als 60. Die Inzidenz der registrierten Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner liegt bei knapp 270.

Informationsarbeit

Land und Gemeinde sehen dennoch von hyperlokalen Testaktionen ab, also einer Absperrung von Straßenzügen oder Ortsteilen inklusive Ausreisetests. Stattdessen werde auf Informationsarbeit gesetzt, erklärt die Rankweiler Pressereferentin Karin Böhler. So würden auch am Mittwoch Vertreter der Gemeinwesenstelle „Mitanand“ durch die Großsiedlungen der Marktgemeinde ziehen, mehrsprachige Informationen verteilen, Selbsttests aushändigen und bei Bedarf bei der Vereinbarung von Testterminen helfen. Die Bediensteten von „Mitanand“ seien bereits seit Längerem in regelmäßigen Abständen unterwegs, um bei der Eindämmung bei der Pandemie zu helfen.

„Es köchelt vor sich hin“

„Mehrere Herde lodern in Rankweil“, erklärt Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher auf VN-Anfrage. Eine Zeit lang sei vor allem ein Siedlungsgebiet auffällig gewesen. Mittlerweile ist das anders.

Derzeit seien zwei Betriebe von mehreren Coronafällen betroffen. Das Infektionsteam habe eine der Firmen besucht und mit dem Betriebsarzt Mitarbeiter informiert, dass sie sich bei Symptomen oder Verdachtsfällen melden müssen. „Wir haben feststellt, dass die Mitteilungsbereitschaft – um es vorsichtig auszudrücken – nicht 100-prozentig gut war“, sagt Grabher. Man dürfe nicht vergessen, dass die Arbeitsmarktlage sensibel sei und manche glauben, eine Erkrankung verheimlichen zu müssen. Die betroffenen Betriebe wurden nicht durchgetestet, die Kontaktpersonen der Infizierten aber schon.

Neben den beiden Firmen seien zwei überschaubare Familien-Cluster bekannt. Außerdem gebe es Überbleibsel eines Coronaausbruchs in einem Rankweiler Wohnheim vor 14 Tagen. Das seien nur noch Einzelfälle.

„Es köchelt in Rankweil so vor sich hin“, sagt Grabher. Das werde wohl noch eine Weile so weitergehen.