Mobilität in Vorarlberg nahezu auf Vorkrisenniveau

Politik / 29.04.2021 • 08:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mobilität in Vorarlberg nahezu auf Vorkrisenniveau
Mit den Lockerungen kam die Gastroöffnung. Auch sie sorgt für mehr Mobilität.  APA

Die Vorarlberger mehr als alle anderen in Österreich unterwegs.

Wien, Bregenz Es ist fast wie früher. Seit den Lockerungen am 15. März erreicht die Mobilität in Vorarlberg nahezu Vorkrisenniveau, wie eine Auswertung von A1 und Invenium zeigt. „Es sind noch zwischen fünf und zehn Prozent weniger“, erklärt Michael Cik. 

Invenium und A1 analysieren, welche Mobiltelefone im A1-Netz – dazu zählen auch Bob, Yesss und Roamer – sich über den Tag verteilt in welchem Handymasten einwählen. Hochgerechnet ergibt sich ein repräsentatives Ergebnis über die Mobilität. Für die VN errechneten sie Daten für die Innenstädte von Bregenz, Feldkirch und Dornbirn. Während Bregenz fast so gut besucht ist wie vor dem ersten Lockdown im März 2020, liegt die Mobilität in der Feldkircher Innenstadt noch 42 Prozent unter Vorkrisenniveau. Laut Cik zeigen sich die Veränderungen aber stärker, weil es sich um einen kleineren Radius mit weniger Menschen handle. Die Art der Arbeitsplätze und die Ausgangsbeschränkung ab 20 Uhr wirkt sich ebenfalls auf die Zahlen aus. Die Sperrstunde ist jedoch in allen Städten vorhanden.

Österreichweit ist die Mobilität in Vorarlberg derzeit am höchsten. Das hänge auch mit den Lockerungen zusammen. „Das Verhalten ist recht ähnlich wie im vergangenen Sommer.“ Vorarlberg komme in Richtung Ursprungsnormalität. Wien ist noch am weitesten davon entfernt. Die Stadt befindet sich – wie Niederösterreich – seit fast einem Monat im Lockdown. Am Montag sperren Handel und körpernahe Dienstleister wieder auf.

Mobilität in Vorarlberg nahezu auf Vorkrisenniveau

Österreich hat schon einige Wellen hinter sich. Im ersten Lockdown schränkte sich der Bewegungsradius deutlich ein, um danach sukzessiv zu steigen und im Sommer zu relativ normalen Werten zu kommen. Der zweite Lockdown wirkte weniger. „Beim dritten ging die Bewegung deutlicher runter“, erklärt Mario Mayerthaler von A1 und Invenium. Spannend sei, dass sich Infektionszahlen und Lockdown in ähnlichen Wellen entwickeln. „Das sieht man auch in Vorarlberg“, sagt Mayerthaler. Weniger Bewegung führe zu weniger Infektionen und umgekehrt. Seit den Lockerungen steigt beides. „Sie korrelieren fast spiegelbildlich.“