Delta setzt sich in Vorarlberg langsam durch

Politik / 26.06.2021 • 11:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Delta setzt sich in Vorarlberg langsam durch
Ende Mai lag der Delta-Anteil bei Neuinfektionen noch bei unter drei Prozent.  DPA

Bereits ein Fünftel der Neuinfektionen von der neuen Variante betroffen.

Wien Die Delta-Variante schleicht sich ein. Auch in Vorarlberg greift sie langsam um sich um sich. Sieben Betroffene wöchentlich zählte das Land seit Ende Mai. “Von den 28 bekannten Fällen sind noch acht aktiv”, heißt es aus der Landespressestelle auf VN-Anfrage. Delta ist der neue Name der erstmals in Indien entdeckten Variante. Fünf Mal liegt bei den Vorarlberger Fällen ein direkter Auslandsbezug vor. Zwei Personen steckten sich bei Betroffenen an, die zuvor im Ausland waren. 24 Kontaktpersonen von Delta-Infizierten befinden sich im Land derzeit in Quarantäne.

Lag der Anteil der neuen Variante bei Neuinfektionen Ende Mai in Vorarlberg bei knapp drei Prozent, ist er bis zuletzt auf über 20 Prozent gestiegen. Österreichweit verzeichnet die Ampelkommission bereits 28 Prozent, wie aus ihrem aktuellen Bericht hervorgeht. Die Experten gehen davon aus, dass die Delta-Variante in ein bis zwei Wochen zur dominanten Coronavirus-Variante wird. Sie ist nicht nur ansteckender, wie der Vorstand der Gesellschaft für Virologie in einem jüngst veröffentlichen Schreiben festhält: “Nach ersten Hinweisen aus Großbritannien weist die Variante Delta auch eine etwa zweifach höhere Hospitalisierungsrate auf.” Die Professoren und Professorinnen der verschiedenen Universitätskliniken von Ulm bis Frankfurt betonen daher, wie wichtig die Zweitimpfung sei. Die erste Dosis der Impfstoffe von Biontech/Pfizer und AstraZeneca schützten nur zu 33 Prozent vor einer Erkrankung. Erst mit der zweiten werde ein hoher Immunschutz erreicht.

Das unterstreichen auch die Experten der Ampelkommission. Gelinge es 70 Prozent der Bevölkerung zwei Dosen zu impfen, könne eine weitere systemkritische Welle vermutlich vermieden werden.

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