Ab 1. Juli winkt ein fast normaler Sommer

Politik / 29.06.2021 • 05:50 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ab 1. Juli winkt ein fast normaler Sommer
Die 3G-Regel bleibt in der Gastronomie aufrecht, die Maskenpflicht fällt aber ganz. VN/STEURER

Die angekündigten Lockerungen treten am Donnerstag in Kraft.

Wien Getestet, geimpft oder genesen: Die 3G-Regel ist die wesentlichste Einschränkung, die ab 1. Juli noch bleibt. Ansonsten werden nahezu alle Corona-Restriktionen gelockert. Die FFP2-Masken fallen ganz, in Ausnahmefällen ist noch ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Feste können ohne Besucherlimits gefeiert werden, und für den Handel gibt es bei der Kundenanzahl keine Grenzen mehr. Die Abstandspflicht ist Geschichte.

Die 3G. Ob in der Gastronomie, in Freizeit- und Kulturbetrieben (außer Museen) oder beim Sport: Wer nicht getestet, geimpft oder genesen ist, muss draußen bleiben. Die 3G-Regel gilt für alle ab zwölf Jahren. Unter-Zwölf-Jährige können sich noch nicht impfen lassen und sind von einer Testpflicht in Österreich befreit. Als geimpft gilt jeder ab dem 22. Tag nach der Erstimpfung. Daran werde vorerst nichts geändert. “Aktuell gibt es diesbezüglich keine Pläne”, heißt aus dem Gesundheitsministerium auf VN-Anfrage. Bekanntlich bietet allerdings nur eine Vollimmunisierung – also zwei Impfdosen – ausreichend Schutz vor einer Infektion mit der nun überhandnehmenden Delta-Variante. 

Die FFP2-Maske fällt. Ab 1. Juli ist die FFP2-Maske überall Geschichte. Im Handel und in den Öffis wird sie vom Mund-Nasen-Schutz abgelöst. Ab 22. Juli muss dieser dann nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden und in jenen Geschäften, die auch während des Lockdowns offen hatten: Apotheken, Lebensmittelhandel, Trafiken, Postanbieter, Tankstellen, Drogerien, Geschäfte mit Medizinprodukten, Heilbehelfen, Tierfutter sowie Sicherheits- und Notfallprodukten wie Feuerlöscher.Sehr wohl gilt die MNS-Verpflichtung aber für BesucherInnen und MitarbeiterInnen von Alten- und Pflegeheimen sowie stationären Wohneinrichtungen der Behindertenhilfe, für BesucherInnen und MitarbeiterInnen von Krankenanstalten oder Kuranstalten und für MitarbeiterInnen, PatientInnen, BesucherInnen und Begleitpersonen von sonstigen Orten, an denen Gesundheitsdienstleistungen ausgeübt werden. Es obliegt den jeweiligen Institutionen allerdings, hier strengere Regelungen vorzusehen. Überall sonst, wo die 3G-Regel gilt, fällt die Maske ganz.

Mehr Kunden erlaubt. Die Beschränkung, dass auf einen Kunden zehn Quadratmeter Verkaufsfläche kommen müssen, wird es ab 1. Juli nicht mehr geben.

So viel und so lange man möchte. Sperrstunde? Gibt es nicht mehr – weder in der Gastronomie noch bei Veranstaltungen. Kontaktbeschränkungen sind ebenso Geschichte: Man darf sich also treffen, mit wem und so lange man möchte. Zusammenkünfte ab 100 Personen – zum Beispiel Hochzeiten – sind allerdings anzeigepflichtig. Kommen mehr als 100 Personen zusammen, gilt auch bei privat organisierten Feiern die 3G-Regel.

Endlich wieder tanzen. Die Nachtgastronomie feiert am 1. Juli ihr Comeback. Discos und Clubs dürfen aber vorerst nur 75 Prozent ihrer Kapazität ausnutzen. Diese Einschränkung gilt laut Regierungsplänen vorerst bis 22. Juli. Masken müssen nicht getragen werden – weder von Gästen noch von Mitarbeitern. Auch die Abstandspflicht hat ausgedient, ab 22. Juli außerdem die Registrierungspflicht. Nur bleibt 3G-Regel aufrecht.

Von den Festspielen bis zum Festival. Das Szene Openair findet nun doch statt, die Bregenzer Festspiele können mit voller Auslastung eröffnen. Das ist möglich, da für Veranstaltungen abseits der 3G-Regel alle Beschränkungen fallen, ganz egal ob diese sitzend oder stehend, drinnen oder draußen stattfinden.

Aufatmen in Pflegeheimen. Es wird alles lockerer als ursprünglich geplant. In den Pflegeheimen werden die Besuchereinschränkungen fallen. Auch in den Spitälern wird das Besucherlimit gelockert. Die FFP2-Maske ist Geschichte, der Mund-Nasen-Schutz kehrt aber zurück. Zutritt erhält nur, wer getestet, geimpft oder genesen ist.

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