Kostenlose PCR-Tests ab 22. Juli in ganz Vorarlberg

Politik / 17.07.2021 • 05:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Kostenlose PCR-Tests ab 22. Juli in ganz Vorarlberg

Mit strengeren Regeln für die Nachtgastro ändert sich die Teststrategie.

Wien Statt drei G gelten in der Nachtgastronomie ab 22. Juli nur noch 1,5. Zutritt erhält dann nur, wer geimpft ist oder ein negatives PCR-Testergebnis vorweisen kann. Das ändert vieles, auch an der Vorarlberger Teststrategie. Zwar laufen im Hintergrund schon Vorbereitungen für ein flächendeckendes PCR-Angebot ab Ende August, Anfang September. Nun braucht es aber eine schnelle Lösung. Diese kündigt Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (ÖVP) auch an: Ab 22. Juli werde es einen kostenfreien und niederschwelligen Zugang zu PCR-Tests in ganz Vorarlberg geben. Es seien mehrere Abnahmeorte geplant. Getestet werde mit Stäbchen. Ein Ergebnis soll binnen 24 Stunden nach  Probeentnahme vorliegen. “Ich denke, dass wir im Moment rund 500 PCR-Tests pro Tag anbieten können. Es sind sicher auch mehr möglich, aber wir schauen zuerst, wie viele das Angebot tatsächlich nutzen.” Es sei natürlich vorwiegend für die jungen Vorarlbergerinnen und Vorarlberger gedacht. Eine Altersbegrenzung nach oben gebe es aber nicht. “Diese gibt es ja auch nicht in der Nachtgastronomie.” Weitere Details kündigt Rüscher für kommende Woche an.

Welche Lokale von der 1,5-G-Regel betroffen sind, ist unklar. “Wir warten auf die Verordnung des Gesundheitsministers”, erklärt die Landesrätin. Sie geht davon aus, dass jene Lokale betroffen sind, die bis vier Uhr morgens offen haben. “Auch wir kennen leider nicht mehr als die mediale Ankündigung.” Rüscher erinnert daran, dass abseits der Nachtgastronomie weiterhin Antigen- bzw. Wohnzimmertests als Nachweis gelten.

Für ein flächendeckendes PCR-Angebot ab Ende des Sommers läuft derzeit ein Ausschreibungsverfahren über die Bundesbeschaffung GmbH. Die Frist endet am 19. Juli. “Daraufhin können die Länder mit dem Bestbieter Konzepte entwickeln und beim Bund einreichen.” Ob dann auch in Vorarlberg – wie derzeit in Wien – auf der Couch gegurgelt und die Gurgelprobe in einer Drogerie abgegeben werden kann, ist offen. “Wir werden uns beraten, wie wir das am besten aufgleisen können”, sagt Rüscher.

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