Die Coronaregeln für den Schulstart

Politik / 11.09.2021 • 19:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Nach dreiwöchiger Sicherheitsphase entscheidet die Infektionslage: Vorarlberg wäre bereits in Stufe 2.

Wien Die Schule beginnt am Montag mit einer dreiwöchigen Sicherheitsphase und geht im Grunde so weiter, wie sie aufgehört hat. Alle müssen außerhalb der Klasse einen Mund-Nasenschutz tragen, auch Testen gehört zum Schulalltag.  Wie es später weitergeht, entscheidet die Infektionslage – und die risikoadjustierte Inzidenz der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Das heißt, nicht nur die Fallzahlen, sondern auch das Testaufkommen, die Aufklärungsrate, Symptomatik, Dynamik des Infektionsgeschehens und die Intensivkapazitäten werden berücksichtigt. Unter einem Wert von 100 besteht geringes Risiko, ab 100 mittleres Risiko und über 200 hohes Risiko. Aktuell befinden sich alle Bundesländer außer Kärnten (91,4) und der Steiermark (91,3) in Stufe zwei. Vorarlberg liegt bei 117,2. Spitzenreiter ist Wien mit 180,4.

Start mit Sicherheitsphase. Die Sicherheitsphase läuft drei Wochen ab Schulbeginn. Das heißt, alle Personen haben außerhalb der Klasse einen Mund-Nasenschutz zu tragen. Schülerinnen und Schüler müssen sich drei Mal pro Woche testen, davon mindestens einmal mit einem PCR-Test. Bei geimpftem Lehr- und Verwaltungspersonal reichen drei Antigen-Tests pro Woche, bei Ungeimpften muss mindestens ein extern organisierter PCR-Test dabei sein. Nach Ablauf der Sicherheitsphase bestimmt der Stufenplan, welche Regeln gelten.

Stufe 1: Geringes Risiko. Schülerinnen und Schüler können sich freiwillig testen. Verändert sich die Risikolage regional, können vorübergehende Tests aber verpflichtend angeordnet werden. Eine Maskenpflicht gibt es nicht. Ungeimpfte Lehrer müssen trotz geringem Risiko immer ein gültiges Testzertifikat vorweisen, das heißt: Drei Tests pro Woche, einer davon muss ein externer PCR-Test sein. Schulveranstaltungen können unter Berücksichtigung der 3G-Regel stattfinden.

Stufe 2: Mittleres Risiko. Noch gelten die Regeln der Sicherheitsphase, wäre diese aber bereits zu Ende, träten schon in sieben Bundesländern – auch in Vorarlberg – die Vorgaben für Stufe 2 in Kraft. Im Vergleich zur Sicherheitsphase ändert sich in dieser Phase für die Schüler und Lehrer dadurch wenig. Nur eines: Alle Geimpften werden von der Testpflicht befreit. Zudem sollte nach Möglichkeit nur noch im Freien gesungen und mit Blasinstrumenten musiziert werden. Geht das nicht, gilt ein Sicherheitsabstand von zwei Metern, beim Sport muss ein Meter Abstand eingehalten werden. Eine Schulveranstaltung ist nur bei vorangehender Risikoanalyse zugelassen.

Stufe 3: Hohes Risiko. In dieser Phase bleibt das Testregime für nichtgeimpfte Schülerinnen und Schüler sowie nicht geimpftes Lehr- und Verwaltungspersonal wie bislang bestehen. Neben der Pflicht außerhalb der Klasse einen Mund-Nasenschutz zu tragen, müssen ab der neunten Schulstufe auch alle im Unterricht eine Maske aufsetzen. Schulveranstaltungen sind nicht mehr erlaubt. Ist das Musizieren mit Blasinstrumenten im Freien nicht möglich, wird es untersagt.

Regeln für Kindergärten. In Kindergärten und Kinderbetreuungseinrichtungen wird Eltern empfohlen, ihre Kinder in den ersten drei Wochen ab Schulbeginn drei Mal pro Woche mit Wohnzimmertests zu testen, danach wenn Symptome beim Kind oder in der Familie auftreten. Die Tests werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Eine Maskenpflicht gibt es nicht. Für ungeimpftes Betreuungs- und pädagogische Personal gilt Testpflicht: drei Tests pro Woche, einer davon muss ein extern organisierter PCR-Test sein. Im Eingangsbereich wird empfohlen, dass Personal und Eltern einen Mund-Nasenschutz tragen. Elternabende sollen unter Einhaltung der 3G-Regel stattfinden können.

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