Diese drei Optionen gibt es für die Vorarlberger SPÖ

Politik / 22.09.2021 • 19:10 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Diese drei Optionen gibt es für die Vorarlberger SPÖ
Thomas Hopfner (r.) ist der Wunschkandidat von Martin Staudinger. VN

Die Szenarien der Sozialdemokraten zur Wahl ihrer künftigen Parteispitze.

Schwarzach Noch ist offen, wie es im Streit um die neue SPÖ-Obmannschaft weitergeht. Derzeit gibt es drei Szenarien.

Einigung auf einen neuen Kandidaten. Thomas Hopfner oder Mario Leiter? Das war bislang die zentrale Frage. Nun ist auf der Suche nach dem neuen SPÖ-Chef alles anders. Mario Leiter erklärte am Montag im VN-Gespräch hin- und hergerissen zu sein, ob er überhaupt das Amt übernehmen will. Er habe nur eine Diskussion starten wollen und „eigentlich einen Vollzeitjob mit der besten Mannschaft in Bludenz“, erklärt der Polizist. „Wenn wir einen guten Kandidaten oder eine Kandidatin finden, hat er oder sie meine Unterstützung.“ Ob das auch für SPÖ-Klubchef Thomas Hopfner gelten würde, beantwortete Leiter so: Jeder und jede könne kandidieren. Hopfner ist Wunschkandidat von Noch-Obmann Martin Staudinger und hätte diesen auch gerne beerbet. Allerdings regte sich Protest, da Staudinger den Klubchef scheinbar ohne Rücksprache mit der Partei über die Medien ins Spiel gebracht hatte. Eine Einigung auf eine Person vor dem Landesparteitag am 16. Oktober ist also unwahrscheinlich. Außer es macht wer anderer. Wer? Zwei Namen fallen immer wieder: SPÖ-Landtagsabgeordnete und Gewerkschafterin Manuela Auer, die aber bereits abgewunken hat. Und Nationalratsmandatar Reinhold Einwallner, der sich in Zurückhaltung übt. Einwallner glaubt nicht, dass er die Partei in der aktuellen Konstellation übernehmen könnte, zumal er als Nationalratsabgeordneter und Sicherheitssprecher in Wien viel Präsenz zeigen müsse, sagt er den VN: „Da kann man in so einer schwierigen Situation nicht gleichzeitig Parteichef in Vorarlberg sein.“

Martin Staudinger macht weiter. Dass Noch-Obmann Staudinger Obmann bleibt, ist seit dem Treffen der roten Granden des Landes am Dienstagabend ein neues Szenario. Der SPÖ-Chef bat um Bedenkzeit, schließlich hat er mit seinem Job als Harder Bürgermeister schon alle Hände voll zu tun. Sagt Staudinger zu, würde er für ein, zwei Jahre Landesparteiobmann bleiben und einen geordneten Übergang vorbereiten. Nach Angaben mancher Funktionäre müsste er dann eine Person aufbauen, die in der Partei breites Vertrauen genießt.

Die Kampfabstimmung. Dass es noch zu einer Kampfabstimmung beim Landesparteitag kommt, ist möglich. Die Frage ist nur, mit welchen Kandidaten. Laut VN-Informationen hat bislang nur eine Person seine Kandidatur offiziell eingereicht: Es ist Thomas Hopfner. Die Frist zur Einreichung läuft am Freitag ab. Macht Leiter tatsächlich einen Rückzieher, könnte Hopfner also alleine als Kandidat vor die Genossen beim Parteitag treten. Der Ausgang wäre offen, heißt es in der Partei. Tritt Leiter gegen den Klubchef an, was mittlerweile als eher unwahrscheinlich gilt, käme es zur Kampfabstimmung. Theoretisch könnten auch noch andere kandidieren.

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