„Kampf auf Leben und Tod“

Politik / 02.01.2022 • 22:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Passanten in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul verfolgen einen Bericht über die jüngsten Äußerungen von Kim Jong-un. AP
Passanten in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul verfolgen einen Bericht über die jüngsten Äußerungen von Kim Jong-un. AP

Nordkoreas Machthaber will Versorgungsprobleme lösen.

pjöngjang Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat für das neue Jahr einen „Kampf auf Leben und Tod“ ausgerufen. In seiner Rede zum Abschluss eines fünftägigen Parteitreffens in Pjöngjang stellte Kim die wirtschaftspolitischen Ziele und die Überwindung der Versorgungsprobleme in den Mittelpunkt. Zudem müsse der weiteren Abwehr der Corona-Pandemie höchste Priorität in der Staatsarbeit eingeräumt werden, zitierten ihn die staatlichen Medien am Wochenende. Nicht die geringste Nachlässigkeit werde erlaubt sein. Zugleich schwor Kim die Teilnehmer der Sitzung des Zentralkomitees auf „militante Aufgaben“ ein. Ziel sei es, die Verteidigungsfähigkeit zu stärken. 

Auf die Atomwaffen seines Landes sowie auf die USA, die Kim bei einem Parteikongress im vergangenen Jahr als „Hauptfeind“ bezeichnet hatte, ging er nicht ein. Nach Ansicht von Beobachtern könnte das auch ein Hinweis darauf ein, dass die diplomatisch isolierte Führung in Pjöngjang weiter kein Interesse an neuen Verhandlungen mit Washington hat. Nordkorea ist wegen seines Atomwaffenprogramms harten internationalen Sanktionen unterworfen, die seine wirtschaftliche Entwicklung hemmen.

Wie das südkoreanische Militär unterdessen am Sonntag mitteilte, gelang es einer zunächst nicht identifizierten Person, illegal die schwer befestigte Landesgrenze nach Nordkorea zu überqueren. Dass Südkoreaner nach Nordkorea überlaufen, ist äußerst selten.

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