Omikron-Wand deutet sich an: Sprunghafter Anstieg bei den Neuinfektionen

Politik / 05.01.2022 • 18:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Omikron-Wand deutet sich an: Sprunghafter Anstieg bei den Neuinfektionen
Die Omikron-Variante macht sich bemerkbar. Die Zahlen nahmen an nur einem Tag um fast 80 Prozent zu. AFP

In Österreich sind fast 10.000 Ansteckungen in 24 Stunden gemeldet worden. In Vorarlberg breitet sich Omikron weiter aus.

wien Die fünfte Welle rollt mit ordentlicher Wucht an. In 24 Stunden sind am Mittwoch 9761 und somit fast 10.000 Neuinfektionen gemeldet worden, davon 327 in Vorarlberg. Die Zahlen nahmen nach rund 5500 Fällen am Vortag um fast 80 Prozent zu. Laut Covid-Prognosekonsortium setzt sich der Trend weiter fort. Das Gremium geht wegen der Dominanz der ansteckenderen Omikron-Variante von einem stark beschleunigten Infektionsgeschehen aus. In der kommenden Woche könnten es bis zu 17.000 neue Covid-Fälle an einem Tag sein.

Delta im Land bald verdrängt

Auch in Vorarlberg ist Omikron auf dem Vormarsch und auf dem besten Weg, dominant zu werden. Nach Angaben des Landes lag der Anteil bei den Neuinfektionen in der vergangenen Woche bereits bei etwa 38 Prozent. Der Wert könnte sich wegen laufender neuer Auswertungen weiter erhöhen, hieß es seitens der Pressestelle. Setze sich die Dynamik fort, werde Omikron die vorherrschende Delta-Variante in ein bis zwei Wochen verdrängt haben. Bereits diese Woche werde der Anteil an den Proben, die auf Mutationen untersucht werden, die 50-Prozent-Marke überschreiten. Mit Stand Mittwoch gab es in Vorarlberg seit dem 25. November 404 bestätigte Ansteckungen mit der neuen Variante. 320 Personen befinden sich derzeit in Absonderung. Am Mittwoch in der Vorwoche waren es 208.

Rekord fast erreicht

Nach den Berechnungen des Covid-Prognosekonsortiums dürften schon am 12. Jänner in Österreich mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr als 13.000 Neuinfektionen gemessen werden, im schlimmsten Fall über 17.000. Damit wäre der bisherige Rekord von 15.809 Neuinfektionen vom 19. November schon fast erreicht. Drei Tage danach trat ein österreichweiter Lockdown in Kraft. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner, lag damals bei 1050. Dieser Wert dürfte am kommenden Mittwoch wohl schon erreicht, mitunter deutlich übertroffen werden.

Unklar ist, was diese Zahlen für die Krankenhäuser bedeuten. Diesbezüglich spricht das Prognosekonsortium noch von Unsicherheiten. Unter Verweis auf Daten aus Großbritannien erwartet das Gremium am kommenden Mittwoch zwischen 770 und 1175 Patienten auf den Covid-Normalstationen. Aktuell müssen insgesamt 1010 Menschen wegen Corona im Spital behandelt werden, 309 davon intensivmedizinisch. Auf den Intensivstationen dürfte die Belegung wiederum etwas sinken. Das liege am Anteil der doppelt und dreifach geimpften Personen sowie der Tatsache, dass zunehmend jüngere Personen am Infektionsgeschehen beteiligt seien, hielt das Gremium fest. Zwischen 220 und 280 Intensivpatienten könnte es kommende Woche geben.

Die gesamtstaatliche Krisenkoordination Gecko berichtete, dass die Notwendigkeit für eine Betreuung im Krankenhaus oder gar auf einer Intensivstation bei Omikron deutlich niedriger ausfalle. Bei Dreifach-Geimpften liege die Schutzwirkung gegen eine Hospitalisierung beinahe bei 90 Prozent.

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